»Killerspiele« - Österreichische Spieleanbieter sollen indiziert werden

Auf Spiegel Online sind neue Informationen zum Indizierungsantrag der Kommission für jugendgefährdende Medien veröffentlicht worden.

von Peter Smits,
22.06.2009 11:55 Uhr

Vor drei Tagen berichteten wir, dass die deutsche Kommission für jugendgefährdende Medien (KJM) drei österreichische Internethändler für Computerspiele indizieren will. Auf der Webseite Spiegel Online sind jetzt neue Informationen aufgetaucht.

In einem Schreiben an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) wird von der KJM unter anderem die Indizierung von Gameware.at gefordet. Die BPJM kann eine solche Internetseite aber nur indizieren, wenn dort jugendgefährdende Videos, Texte oder Bilder angeboten werden. Das Verkaufen von in Deutschland beschlagnahmten Videospielen ist kein Kriterium für eine Indizierung. Aus diesem Grund rechtfertigt die KJM ihren Antrag damit, dass auf Gameware.at "Werbetrailer und Videotestberichte" von hierzulande beschlagnahmten Titel angeboten werden. Mark Rehm von Gameware.at dementiert das gegenüber Spiegel Online.

Die Indizierung einer Internetseite bedeutet nach deutschem Recht, dass der Betreiber sicher stellen muss, dass die Besucher älter als 18 Jahre sind. Gameware.at und die KJM haben jedoch beide Interesse an einem "klärenden Dialog" geäußert.


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