Oscars 2016 : Die Oscars 2016 sind verliehen: Leonardo DiCaprio und Mad Max gewinnen; Star Wars und Ridley Scott gehen leer aus. Die Oscars 2016 sind verliehen: Leonardo DiCaprio und Mad Max gewinnen; Star Wars und Ridley Scott gehen leer aus.

Die Oscars sind verliehen - und Leonardo DiCaprio ist nun endlich nach sechs Nominierungen zum Zug gekommen. Für seine Hauptrolle im Rache-Thriller »The Revenant« von Alejandro G. Iñárritu konnte er sich gegen seine Konkurrenz Bryan Cranston (Trumbo), Matt Damon (Der Marsianer), Michael Fassbender (Steve Jobs) und Eddie Redmayne (The Danish Girl) erfolgreich durchsetzen und erhält seinen ersten Oscar.

Für die Beste Regie wird Alejandro G. Iñárritu (Birdman) ausgezeichnet und ist damit der erste Filmemacher, der zwei Jahre in Folge mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

Dafür muss sich der große Favorit »The Revenant« gegen »Spotlight« als Bester Film geschlagen geben. Von insgesamt 12 Nominierungen für »The Revenant« wurden somit nur drei (einschließlich Beste Kamera für Emmanuel Lubezki) in Oscars umgewandelt.

Der überraschende Gewinner des Abends ist jedoch George Millers »Mad Max: Fury Road«, der mit 10 Nominierungen ins Rennen ging und nun insgesamt sechs Oscars mit nach Hause nehmen darf: Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign, Bestes Make-up, Bester Schnitt, Bester Ton und Bester Tonschnitt.

Der Verlierer der Oscar-Nacht ist jedoch nicht minder überraschend der Film des Jahres: »Star Wars: Das Erwachen der Macht«. Für fünf Oscar nominiert ging J.J. Abrams neuer Star-Wars-Film bei der gestrigen Oscar-Verleihung komplett leer aus. Sogar in der favorisierten Kategorie Beste visuelle Effekte mußte er sich gegenüber dem Science-Fiction-Film »Ex Machina« als Oscar-Preisträger geschlagen geben.

Das gleiche Schicksal trifft auch Ridley Scotts »Der Marsianer« mit Matt Damon, der mit sieben Oscar-Nominierungen keinen einzigen Preis erhielt. Regisseur Ridley Scott hat es im Vorfeld noch nicht einmal auf die Liste der Nominierten geschafft.

Dafür wurde wie erwartet Pixars »Alles steht Kopf« von Pete Docter als Bester Animationsfilm mit einem Oscar ausgezeichnet, als Bester Filmsong konnte der Sam Mendes Bond-Film »Spectre« mit Sam Smiths »Writing's on the Wall« seine einzige Oscar-Nominierung in einen Goldjungen verwandeln.

Ein weiterer Gewinner des Abends ist Ennio Morricone, der für Quentin Tarantinos Western »The Hateful Eight« seinen ersten Oscar für die Beste Filmmusik erhalten hat. Bekannt für seine legendäre Musik zu zahlreichen Western-Klassikern wie »Zwei glorreiche Halunken« oder »Spiel mir das Lied vom Tod« darf die 87-Jährige Musik-Legende nun endlich einen Oscar sein Eigen nennen. Mit einem Ehrenoscar für sein Lebenswerk wurde er bereits im Jahr 2007 bedacht.

Die Oscar-Preisträger 2016

Bester Film: Spotlight

Beste Regie: Alejandro G. Iñárritu - The Revenant

Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio - The Revenant

Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson - Raum

Bester Nebendarsteller: Mark Rylance - Bridge of Spies

Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander - The Danish Girl

Bestes adaptiertes Drehbuch: Charles Randolph, Adam McKay - The Big Short

Bestes Originaldrehbuch: Josh Singer, Tom McCarthy - Spotlight

Beste Kamera: Emmanuel Lubezki - The Revenant

Bestes Szenenbild: Colin Gibson; Lisa Thompson - Mad Max: Fury Road

Bestes Kostümdesign: Jenny Beavan - Mad Max: Fury Road

Beste Filmmusik: Ennio Morricone - The Hateful Eight

Bester Filmsong: »Writing's on the Wall« aus Spectre - Sam Smith

Bestes Make-up und beste Frisuren: Lesley Vanderwalt, Elka Wardega, Damian Martin - Mad Max: Fury Road

Bester Schnitt: Margaret Sixel - Mad Max: Fury Road

Bester Ton: Chris Jenkins, Gregg Rudloff, Ben Osmo - Mad Max: Fury Road

Bester Tonschnitt: Mark A. Mangini, David White - Mad Max: Fury Road

Beste visuelle Effekte: Mark Williams Ardington, Sara Bennett, Paul Norris, Andrew Whitehurst - Ex Machina

Bester Animationsfilm: Alles steht Kopf

Bester fremdsprachiger Film: Saul fia (Ungarn)

Bester animierter Kurzfilm: Bear Story

Bester Kurzfilm: Stutterer

Bester Dokumentarfilm: Amy

Bester Dokumentar-Kurzfilm: A Girl in the River: The Price of Forgiveness