Der japanische Regisseur Mamoru Oshii ist bekannt für seine Anime-Filme, von »Patlabor« in den 1980er Jahren bis hin zu »Ghost in the Shell« und zuletzt »The Sky Crawlers«. Nun verrät der inzwischen 64-Jährige Filmemacher in einem Interview, warum er künftig keine Anime mehr drehen möchte.

Als Grund gibt er an, dass er ein Perfektionist sei und sich selbst immer zur Höchstleisung angespornt hat. Doch in der heutigen Zeit sei es schwierig, gute und ambitionierte Anime-Zeichner zu finden, die seinen hohen Qualitätsansprüchen genügen. Die junge Generation an Anime-Zeichnern ist individueller geworden und während sie für ihre Arbeit gelobt wird, sind sie nicht bereit dazu, alles für einen Film zu geben. Seiner Ansicht nach gibt es nicht mehr viele gute Anime-Zeichner und die wenigen verschwinden, beklagt sich Mamoru Oshii.

Währenddessen wird sein Werk »Ghost in the Shell« nach dem gleichnamigen Manga von Masamune Shirow mit weiteren Anime-Filmen -Serien und Videospielen fortgesetzt.

Ghost in the Shell : Erstes Bild zur US-Verfilmung Ghost in the Shell mit Scarlett Johansson. Erstes Bild zur US-Verfilmung Ghost in the Shell mit Scarlett Johansson.

Auch Hollywood bedient sich der Vorlage »Ghost in the Shell« und dreht derzeit eine US-Verfilmung mit Scarlett Johansson und Pilou Asbæk in den Hauptrollen. Die Regie übernimmt Rupert Sanders.

Zuletzt sorgte die Besetzung des US-Films für Aufsehen, da die Schauspielerin Scarlett Johansson einen japanischen Charakter darstellt und laut den Kritikern zu wenig japanische Schauspieler in dem Film mitwirken. Inzwischen wurden einige Rollen - wenn auch Nebenrollen - mit asiatischen Schauspielern besetzt. Zuletzt ergänzte Wolverine-Star Rila Fukushima in einer noch unbekannten Rolle die Besetzung.

Die US-Realverfilmung »Ghost in the Shell« ist für den 30. März 2017 in den deutschen Kinos angekündigt.