Kurios - Totgeglaubte Spielerin hauste in Internet-Cafés

Dass die Liebe zu Videospielen mitunter auch verblüffende Ausmaße annehmen kann, zeigt der Fall einer jungen Chinesin. Die lebte 10 Jahre lang in Internet-Cafés, spielte ihren Lieblings-Shooter und wurde nebenbei für tot erklärt.

von Elena Schulz,
23.11.2015 18:15 Uhr

Eine verschwundene Chinesin wurde nach 10 Jahren in einem Internet-Café entdeckt. Sie hatte offenbar dort gewohnt, um ihren Lieblings-Shooter spielen zu können.Eine verschwundene Chinesin wurde nach 10 Jahren in einem Internet-Café entdeckt. Sie hatte offenbar dort gewohnt, um ihren Lieblings-Shooter spielen zu können.

Aus Asien erreicht uns gerne einmal die eine oder andere verrückte Geschichte. Besonders skurril ist aber der Fall einer jungen Chinesin, die anscheinend über 10 Jahre lang in Internet-Cafés gelebt hatte. Schuld soll ihr Lieblings-Shooter CrossFire sein.

Die mittlerweile 24-Jährige Xiao Yun soll 2005 mit 14 nach einem Streit von zuhause weggelaufen sein. Die Eltern hatten danach eine Suche gestartet, die allerdings erfolglos blieb - Xiao Yun wurde schließlich für tot erklärt.

Wie sich 10 Jahre später am 20. September 2015 bei einer Routine-Kontrolle der Polizei herausstellte, ist die junge Frau aber wohl quicklebendig. Die Beamten griffen in einem Internet-Café eine Frau mit einem gefälschten Pass auf und nahmen sie gegen ihren Willen mit auf die Wache. Dort habe die Chinesin schließlich ihre Geschichte erzählt und sei wenig später mit ihren Eltern wiedervereint worden.

Xiao Yun habe nach eigener Aussage in Internet-Cafés gelebt, um ihren Lieblings-Shooter CrossFire weiter spielen zu können. Geschlafen habe sie dabei in Cafés oder Badehäusern. Das zum Spielen benötigte Geld habe sie sich entweder von anderen Café-Besuchern geliehen oder als Kassiererin verdient.

Die Mutter der jungen Frau zeigt sich reumütig. So habe sie ihre Tochter früher viel geschimpft, aber nun sei sie erwachsen und sie würde sie nie wieder ausschimpfen. Damit dürfte die kuriose Geschichte zumindest ihr Happy End bekommen haben.


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