Making Games News-Flash - CCP-Chef entschuldigt sich bei den EVE-Online-Fans

CCPs CEO Hilmar Veigar Pétursson entschuldigt sich in einem offenen Brief bei der Community. Dabei geht es vor allem um das letzte Update Incarnia sowie den eingeführten Item Shop.

von Yassin Chakhchoukh,
06.10.2011 16:39 Uhr

Seit längerem schon herrscht ein regelrechter Krieg zwischen EVE Online-Entwickler CCP und den Fans des Spiels. Quittiert wurde dies unter anderem mit der Abwanderung einiger, eigentlich sehr loyaler Spieler. Nun hat aber CCPs CEO Hilmar Veigar Pétursson in einem offenen Brief Fehler eingestanden und die komplette Verantwortung für die vermeintlichen Fehler seiner Firma in letzter Zeit übernommen. Offen spricht er dabei von einer Hybris, mit der man nach dem Erfolg der letzten Jahre agiert habe.

Pétursson spricht vor allem zwei Aspekte des großen Incarna-Updates an, die von der Spieler-Community kritisiert wurden: die verpflichtenden und instanzierten persönlichen Kapitäns-Quartiere und die Virtual Goods. Bei beiden geht es um eine weitere Personalisierung des Spielerlebnisses, was vor allem Neu-Spieler anlocken soll. In den Zwischenzeilen erklärt Pétursson dabei auch, dass es hierbei kein wirkliches Zurück mehr gibt. EVE Online müsse sich von seiner Finanzierung her anpassen, sagt er, wenn er behauptet, dass das aktuelle Subscription-Modell mit monatlichen Beiträgen bald eine Sache der Vergangenheit werde. Gerade die Virtual Goods, die sich weiterhin vor allem auf sogenannte Vanity-Items beschränken, also Gegenstände, die zur Individualisierung des Avatars dienen, seien für das zukünftige Überleben von EVE Online notwendig.

Der offene Brief kommt zwar vor allem und zuerst als Entschuldigung daher, er ist aber eigentlich ein Versuch, die alten Fans mit ins Boot zu holen, wenn Eve Online zu einem anderen, auf den Verkauf von Items basierenden Spiel umgebaut wird. Im Kern sagt der Text aus, dass CCP das Wie dieses Umbaus leid tut, an der Zukunft des Spiels aber nicht mehr gerüttelt wird – vielleicht ein starker Marketing-Schachzug, vielleicht aber nur der Beginn für eine weitere Entfremdung alter Fans.




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