Making Games News-Flash - Der umstrittene SOPA sieht keine DNS-Blockade mehr vor

Der steigende Druck zeigt erste Erfolge: Der »Stop Online Piracy Act« wird entschärft und schließt nun DNS-Blockaden aus.

von Martin Le,
17.01.2012 10:31 Uhr

Die anhaltende Kritik am Stop Online Piracy Act (SOPA) hat zu ersten größeren Veränderungen am Gesetzesentwurf geführt. Der texanische Abgeordnete Lamar Smith, der als treibende Kraft hinter SOPA steht, verkündete heute, dass der aktuelle Entwurf keine DNS-Blockade von Webseiten mehr vorsieht.

Das Domain Name System (DNS) wird benötigt, um URL-Eingaben im Browser auf die tatsächlichen Webseiten weiterzuleiten. Blockierte Webseiten würden zudem aus der Internet-Suche entfernt. Entsprechende Maßnahmen hätten dem alten Gesetzesentwurf zufolge sowohl vom U.S. Department of Justice als auch von privaten Copyright-Inhabern beantragt werden können, was von Kritikern als Zensur des Internets angesehen wird.

Gerichte behalten aber weiterhin die Möglichkeit, Werbeeinnahmen der beanstandeten Internetangebote zu kappen und Bezahldienste wie Paypal zu blockieren. Neben Internet-Aktivisten sprechen sich auch viele Copyright-Inhaber wie Publisher und Spieleentwickler, die eigentlich von SOPA profitieren sollen, gegen das geplante Gesetz aus.


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