Manhunt 2 - Jack Thompson meldet sich zu Wort

von Volker Stuckmann,
20.07.2007 10:22 Uhr

Rechtsanwalt Jack Thompson hält die Entscheidung des für die britischen Alterseinstufungen zuständigen Britisch Board of Film Classification (BBFC), Manhunt 2 die Alterseinstufung zu versagen und es somit defacto zu verbieten für absolut richtig.Rechtsanwalt Jack Thompson hält die Entscheidung des für die britischen Alterseinstufungen zuständigen Britisch Board of Film Classification (BBFC), Manhunt 2 die Alterseinstufung zu versagen und es somit defacto zu verbieten für absolut richtig.

Obwohl Rechtsanwalt Jack Thompson in den letzten Wochen durchaus für einige Neuigkeiten sorgte, hielt er sich bezüglich des kontroversen Manhunt 2 recht bedeckt. Nun allerdings bricht der erklärte Computerspielgegner sein Schweigen und äußert seine Meinung zu Verkaufsverbot und Alterseinstufung gegenüber der Website mcvuk.com.

Er halte die Entscheidung des für die britischen Alterseinstufungen zuständigen Britisch Board of Film Classification (BBFC), Manhunt 2 die Alterseinstufung zu versagen und es somit defacto zu verbieten für absolut richtig, so Thompson in dem Interview. Im Grunde sei dies aber überflüssig gewesen: Schließlich habe die Computerspieleindustrie selber dafür gesorgt, dass Manhunt 2 in den USA eine »Adults Only«-Einstufung bekam und somit von den Konsolenherstellern für ihre Plattformen gesperrt wurde.

Manhunt 2 hätte laut Thompson auch bei anderen Publishern vom Markt verbannt werden können. Take 2 und Rockstar seien allerdings die Musterbeispiele für die Fehler der Computerspielindustrie und hätten damit quasi ihr eigenes Grab geschaufelt.Manhunt 2 hätte laut Thompson auch bei anderen Publishern vom Markt verbannt werden können. Take 2 und Rockstar seien allerdings die Musterbeispiele für die Fehler der Computerspielindustrie und hätten damit quasi ihr eigenes Grab geschaufelt.

Gründe für die Verkaufsverbote von Manhunt 2 sieht Thompson unter anderem in der geplanten Veröffentlichung für Nintendos Wii-Konsole, da der Spieler hier mit seinen Bewegungen das Morden nachahme. Vor allem aber sei das Duo aus Publisher Take 2 und Entwickler Rockstar Games verantwortlich für die Verbote: Zwar hätte Manhunt 2 auch bei anderen Publishern vom Markt verbannt werden können, so Thompson. Take 2 und Rockstar seien allerdings die Musterbeispiele für die Fehler der Computerspielindustrie und hätten damit quasi ihr eigenes Grab geschaufelt.

Darüber hinaus erklärte der Rechtsanwalt das britische System der Alterseinstufung als dem US-amerikanischen weit überlegen. In den USA würden nur für Erwachsene geeignete Videospiele trotzdem an Minderjährige verkauft werden, da schlicht kein Gesetz dagegen existiere. In Großbritannien gebe es hingegen echte Sanktionen: Falle ein Spiel in eine bestimmte Kategorie, dürfe es auch nicht mehr in den Handel gelangen. Das Vorgehen bei Manhunt 2 habe gezeigt, dass das britische System das richtige sei, erklärte Thompson weiter. Neben den USA sollten seiner Meinung nach auch andere Länder diesem Vorbild folgen.

Als nächstes müsse Thompson zufolge das ebenfalls von Rockstar Games entwickelte GTA 4 auf den Prüfstand gestellt werden.Als nächstes müsse Thompson zufolge das ebenfalls von Rockstar Games entwickelte GTA 4 auf den Prüfstand gestellt werden.

Allerdings sei noch abzuwarten, ob die Sanktionierung von Manhunt 2 unter Umständen nur ein Einzelfall sei. Als nächstes müsse das ebenfalls von Rockstar Games entwickelte GTA 4 auf den Prüfstand gestellt werden.


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