War Front : Explosionen sind übertrieben grell, aber schön. Explosionen sind übertrieben grell, aber schön. »Wie C&C Generäle, nur eben im Zweiten Weltkrieg«, so umschreibt Publisher CDV das Echtzeit-Strategiespiel War Front. Nun mag man nörgeln, dass War Front ja gar nicht im Zweiten Weltkrieg spielt, sondern in einem Paralleluniversum. Darin wird Hitler von Widerstandskämpfern ermordet, woraufhin die deutschen Truppen mit den westlichen Alliierten Frieden schließen -- zum gemeinsamen Kampf gegen die rote Armee, die in Europa einfällt. Also nichts mit Zweitem Weltkrieg. Aber sehr wohl mit C&C Generäle: War Front erinnert stark ans Vorbild, unter anderem durch mächtige Explosionen und coole Spezialwaffen (V2-Rakete etc.). Echtzeit-typisch bauen Sie in vielen Einsätzen zunächst eine Basis auf und schicken dann Panzer, Infanterie und Flugzeuge gegen den Feind.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf Action, War Front soll keine historische Simulation sein. So tauchen im Spiel diverse Supereinheiten auf, die in Wirklichkeit nie oder nur in ganz niedrigen Stückzahlen gebaut wurden -- etwa der russische Riesenpanzer Kharkov mit fünf Geschütztürmen. Jede der drei Parteien (Deutschland, Alliierte, Sowjetunion) besitzt individuelle Stärken und Schwächen. So führen die Russen zwar eher schwache Einheiten ins Feld (abgesehen vom Kharkov-Monster) -- die Truppen sind aber so billig, dass sie in Massen angreifen können. Die Grafik von War Front macht schon jetzt einen sehr guten Eindruck: Panzer fliegen effektvoll in die Luft; Bomber, die von SAM-Raketen abgeschossen werden, zerplatzen in grellen Explosionen. Zudem gibt's noch eine innovative Idee zu vermelden: Stationäre Kanonen feuern Sie auf Wunsch selbst ab -- in der Ego-Perspektive. So ballern Sie etwa mit dem Geschütz eines Bunkers auf Panzer. Aber Vorsicht: Die ballern zurück -- spätestens, wenn War Front 2006 erscheint.