Nebelseetal - Browserspiel des Tages - Seichte Strategie-Unterhaltung

Im zehnten Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Nebelseetal.

von Gerald Meyer,
09.09.2008 17:00 Uhr

In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen jeweils wochentags um 17:00 Uhr Browserspiele vor, die sich auf dem deutschen Markt etabliert haben. Dabei handelt es sich um bekannte und weniger bekannte, gute und weniger gute Browserspiele.

Im zehnten Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Strategiespiel Nebelseetal.

Nebelseetal bietete leichte bis seichte Strategie-Unterhaltung, die im Wesentlichen über drei Menüpunkte angesteuert wird: die Übersicht, das Portal und die Diplomatie. Über die Übersicht gelangen Sie zur Ihrem eigentlichen Reich, in dem das Volk Ihre Anwesenheit ehrt - oder eben auch nicht. Als Unterpunkt ist hier die Siedlung aufgeführt. Diese muss natürlich erst erbaut/erschlossen werden.

Ja, da drunten im Tal...

Die Portale, durch die gehandelt werden darf oder durch die Sie Ihre Truppen zur Eroberung schicken.Die Portale, durch die gehandelt werden darf oder durch die Sie Ihre Truppen zur Eroberung schicken.

Ein kleiner grafischer Einspieler verdeutlicht Ihnen: gähnende Leere überall. Das muss geändert werden! Im rechten Menü finden Sie unter der Siedlungsübersicht auch die Punkte Aufträge und Bauen. Da Ihre kleine Siedlung ohne Holz, Stein und Nahrung nicht funktioniert, erbauen Sie auf einer schematischen Darstellung Holzfällerhütten, Steinbrüche und Jadghütten. Ihre regelmäßig aktualisierten Aktivitäten haben Sie mit der Ressourcenanzeige am oberen Bildschirmrand immer im Auge. Sind Ihre ersten Materialien aufgebraucht, heißt es warten. Unter der 3D-Ansicht Ihres Fleckchens Erde finden Sie die verbleibende Zeit aufgeführt. Ist sie abgelaufen, erscheinen die ersten Siedler. Von nun an übernehmen Sie die Rolle in einem mittelalterlichen Reich, das durch Portale mit anderen Welten verbunden ist. Durch diese werden Kriege geführt oder es wird Handel betrieben. Diplomatie, die zur Gildenbildung dient, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Legen Sie sich auch möglichst bald eine Bibliothek zu, die aufgrund der Forschungen der Gelehrten Ihre Produktion maßgeblich erhöht. Haben Sie erste Armeen gezüchtet, schicken Sie Spione durch die Portale, um durch aggressive Strategien Macht und Ruhm zu vermehren.

Einfache Mathematik

Die Punktevergabe ist denkbar einfach gehalten. Für jede Forschung, die Sie ausgeführt haben, wird Ihre Stufe mit drei multipliziert. Hinzu werden noch die Kriegspunkte addiert, die von der entsprechenden Einheit abhängig sind. Die Gesamtpunktezahl besteht also aus der Summe von Kriegs- und Forschungspunkten.
Das Spiel läuft – wie ähnliche Ableger – in Echtzeit ab, also nicht rundenbasiert. Der Noob-Schutz dauert sieben Tage. Nebelseetal ist in vollem Umfang funktionsfähig und bietet keinen Premiumaccount, sondern ist auf Spenden angewiesen.

Fazit: Leider hat Nebelseetal trotz allereinfachster Strukturen nichts wirklich Neues zu bieten. Es ist eben das übliche „Siedeln“, das schon hundertfach kopiert wurde, versetzt mit dem einen oder anderen erfrischenden Nebenattribut, damit die Siedelei

Name:

Nebelseetal

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Strategie / Fantasy

Präsentation:

+++

Zugänglichkeit:

++++

Spielspaß:

++

Downloadclient:

nein

Premium:

nein

Zeitaufwand:

niedrig

Lästerfaktor:

+++

Alle bisher getesteten Browserspiele finden Sie in der Übersicht.

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des "G. Meyer Taschenbuch Verlag", in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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