Obsidian Entertainment - Digitaler Vertrieb gegen Handel von Gebrauchtspiele

Der Entwickler Obsidian Entertainment würde die eigenen Spiele künftig gerne auf eigene Faust digital vertreiben - und damit den Handel von Gebrauchtspielen bekämpfen.

von Andre Linken,
13.12.2011 15:55 Uhr

Obsidian Games kämpft gegen den Handel von Gebrauchtspielen.Obsidian Games kämpft gegen den Handel von Gebrauchtspielen.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass viele Entwickler und Publisher mit dem Handel von gebrauchten Spielen auf Kriegsfuß stehen. Dabei bildet auch das Team von Obsidian Entertainment keine Ausnahme, das in der Vergangenheit unter anderem für das Rollenspiel Fallout: New Vegas verantwortlich war.

Chris Avellone, der Chief Creative Officer von Obsidian, äußerte sich in einem Interview mit dem Magazin IndustryGamers zu diesem Thema. Dabei führte er den digitalen Vertrieb von Spielen als mögliches Mittel im Kampf gegen den Handel von Gebrauchtspielen an.

»Einer der größten Vorteile der digitalen Distribution ist die Reduzierung des Markts für gebrauchte Spiele. Ich hoffe, digitalen Distribution sticht dem Handel von Gebrauchtspiele mitten ins Herz.«

Allerdings sei dies nach Ansicht von Avellone nicht der einzige Vorteil der digitalen Vermarktung von Spielen. Unter anderem erhoffe er sich damit auch mehr Flexibilität und Unabhängigkeit von den Publishern.

»Eine der Sachen, die ich bei Fallout: New Vegas sehr gemocht habe, war, dass die digitale Distribution der DLCs viele Dinge viel flexibler gemacht haben - zumindest in Hinsicht auf den Zeitplan. Man muss sich keine Gedanken um die Produktionszeit von DVDs machen, und so kannst du eine zusätzliche Woche dranhängen, wenn du einige Sachen noch richtig machen willst.«

Das neueste Projekt von Obsidian Entertainment ist übrigens das Rollenspiel South Park: Das Spiel , das in der zweiten Jahreshälfte 2012 erscheinen soll.


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