Michael Pachter - »Mangel an Ideen schuld an Umsatzrückgang«
Laut dem Analysten Michael Pachter machte die Spieleindustrie mit 305 Millionen US-Dollar rund 34 Prozent weniger Umsatz als im Juni 2011. Ein Grund für die geringen Abverkäufe sei ein »lustloses Release-Lineup«.
Von
Florian Inerle
|
Datum:
10.07.2012
;
16:10 Uhr
Michael Pachter erklärt die Welt
Der Wedbush-Morgan-Analyst Michael Pachter ist davon überzeugt, dass die Spieleindustrie im Vergleich zum vergangenen Jahr im Juni einen großen Verlust hinnehmen musste. Seiner Meinung nach habe die gesamte Branche durch Spieleverkäufe rund 305 Millionen US-Dollar, also rund 34 Prozent weniger als im gleichen Monat des vergangenen Jahres eingenommen.
Ein Grund für die schlechten Abverkäufe war seiner Meinung nach das »lustlose Release-Lineup«, dass im Juni von Pokemon Conquest und
Lego Batman 2: DC Super Heroes
angeführt wurde. Die Spiele
Spec Ops: The Line
,
Lollipop Chainsaw
und
Max Payne 3
lagen laut Pachter alle hinter den Erwartungen zurück und konnten nur mäßig gute Abverkäufe erzielen.
»In diesen beispiellosen acht Jahren des aktuellen Konsolen-Zyklus gibt es unserer Meinung nach nur wenig neue Spielideen, die das Interesse in der Spielebranche erneut beleben konnten. Konsumenten wurde eine nie endende Fortsetzungs-Serie angeboten, die im Laufe der letzten Jahre immer weniger Neues bot. Das Ergebnis ist ein schwindendes Interesse an neuer Software und ein außergewöhnlicher Umsatzrückgang in den letzten drei Jahren«, erklärt Pachter.
Den größten Anteil an dieser Lage haben seiner Meinung nach Activision, Electronic Arts und THQ, deren Angebot an verschiedenen Marken in den letzten Jahren um 50 Prozent zurückging.