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Killerspiel-Debatte - Spiele stiften Kinder laut australischer Polizei zu Gewalttaten an

In einem Interview mit dem Daily Telegraph gibt ein australischer Polizeichef Videospielen eine Mitschuld an steigenden Messer-Angriffen durch Jugendliche - weil Spiele Gewalttaten und Verbrechen belohnen.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 07.08.2012 ; 10:55 Uhr


Killerspiel-Debatte : Trifft gewaltverherrlichende Videospiele eine Mitschuld an mehr Messer-Angriffen unter Jugendlichen in Australien? Trifft gewaltverherrlichende Videospiele eine Mitschuld an mehr Messer-Angriffen unter Jugendlichen in Australien? Andrew Scipione ist Police Commissioner im australischen Bundesstaat New South Wales, also der höchste Polizeibeamte der Region. Im vergangenen Monat kam es in seinem Bezirk zu einer Reihe von Messerangriffen durch Jugendliche, bei dem es auch Tote zu beklagen gab. Gegenüber dem Daily Telegraph sprach Scipione über die steigende Jugendkriminalität und den vermehrten Einsatz von Stichwaffen bei Minderjährigen. So habe nicht nur die Verbreitung von Messern zugenommen, sondern auch die Bereitschaft, diese tatsächlich einzusetzen.

Verantwortlich für die gestiegene Gewaltbereitschaft sind laut Scipione in erster Linie gewaltverherrlichende Medien, auch Videospiele. »Wie soll es einen den nicht beeinflussen, wenn man in einer Umgebung aufwächst, in der Gewalt regelrecht gefeiert wird, wo man täglich virtuelle Verbrechen begeht. Und viele dieser jungen Menschen tun das stundenlang«, so Scipione. Der Polizei-Chef weiter: »Man wird dafür belohnt, Menschen zu töten, Frauen zu vergewaltigen, Prostituierte zu bestehlen und Autounfälle zu verursachen.«

Scipione schränkt seine Aussage aber klar ein: »Das wird nicht die große Mehrheit beeinflussen, aber lass es zwei oder drei sehr verstörte Jugendliche sein, die Zugang zu Waffen haben, mit Messern oder ihren Fäusten umgehen können. Die können auf die Straßen Australiens gehen und dieses Leben [, das sie aus Medien kennen, Anm. der Redaktion] fast eins zu eins ausleben. Das ist beunruhigend.«

Im Weiteren sieht Scipione auch verantwortungslose Eltern in der Verantwortung. »Wir schnappen 13, 14 Jahre alte Kinder von der Straße, betrunken, und wenn wir die Eltern anrufen, dass sie ihre Kinder vom Revier abholen sollen, kommen die nicht mal.

In Deutschland ist die Debatte um die vermeintlichen »Killerspiele« in den letzten Monat sehr ruhig geworden. Für Schlagzeilen sorgte im Juli nur die Forderung der Freien Wähler nach einer »Killerspiele«-Selbstbeschränkung der Industrie.

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Avatar Marchelan
Marchelan
#1 | 07. Aug 2012, 11:30
Wenigstens spricht der Herr mal über die Erziehungsprobleme in der heutigen Zeit. Gewalt in Spielen gibts schon lange, aber die Erziehung hat sich nicht verbessert.
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Avatar CryztalBT
CryztalBT
#2 | 07. Aug 2012, 11:34
Immer wieder die gleiche sinnfreie Debatte... /ignore
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Avatar DarkP0wer9
DarkP0wer9
#3 | 07. Aug 2012, 11:35
Und wieder wird ein Sündenbock gesucht... -_-
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Avatar DuranDarkwolf
DuranDarkwolf
#4 | 07. Aug 2012, 11:36
Zitat von :
(...)Frauen zu vergewaltigen(...)


Das Spiel will ich mal sehen, wo man das machen kann. Und wo man dafür dann auch noch belohnt wird.

Zitat von :
(...)Im Weiteren sieht Scipione auch verantwortungslose Eltern in der Verantwortung(...)


DAS ist der entscheidende Punkt. Hier sehen wir eine der wahren Ursachen für diese Probleme. Eltern die keine Zeit mehr für ihre Kinder haben. Eltern wo man sich immer wieder fragt, warum sie überhaupt Kinder wollten, wenn sie sich doch ohnehin nicht um sie kümmern können. Eltern denen es völlig egal zu sein scheint, was ihre Kinder so treiben. Eltern die nicht aufpassen, was ihr Kind da guckt und spielt. Wofür ist die USK denn da? Hmm? Um zu nerven? Ja, gut auch. Aber in erster Linie um Kinder vor Gewalthaltigen Medien zu schützen. Aber das können sie nicht alleine. Bloß weil ein Spiel oder ein Film ab 18 ist, heißt das nicht dass auch nur 18 jährige an diese Medien herankommen. Hier müssen die Eltern eingreifen, dem Kind das Teil wegnehmen und klar die Grenze ziehen: Du bist zu jung dafür!

Aber auch in unserer Gesellschaft geht momentan etwas ziemlich schief. Viele Eltern wären bestimmt tolle Eltern. Wenn sie denn Zeit für ihre Kinder hätten. Aber in der Zeit wo das Wohnen immer teurer wird, das Geld das man seinen austauschbaren Arbeitnehmern gibt immer geringer wird und Zeitarbeit immer populärer wird, kann man es sich kaum noch leisten Kinder zu haben. Und wenn doch, dann nur indem beide Elternteile arbeiten gehen. Und was ist dann mit den Kindern? Tja... kein Problem. Stecken wir mit 6 Monaten in so eine Kinderkrippe.

Furchtbar ist das... einfach nur furchtbar. Aber schließlich braucht man einen Sündenbock. Videospiele eignen sich dafür wunderbar. Schließlich greift man bei einer Krankheit ja auch nur die Symptome an und lässt die Ursache frei nach belieben wüten, ne?

Aber der Gesellschaft darf man nicht unter die Nase reiben, dass sie Schuld ist. Das wäre ja schrecklich. Der Mensch ist niemals Schuld. Oh, nein. Es ist immer jemand anders Schuld. Ach, manchmal macht mich die Gattung "Mensch" echt krank. Zu doof, das ich auch einer bin xD

Just my 2 cents.
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Avatar nullskill
nullskill
#5 | 07. Aug 2012, 11:37
eltern, staat und gewaltverherrlichende tv-serien tragen keine schuld an der gewaltbereitschaft... heutzutage gibts doch sogar reale cage-fights, beinahe fight-club like im sport-fernsehen. sowas gabs auch 1950 noch nich. aber anscheinend hat sowas nichts mit der gestiegenen gewaltbereitschaft zu tun... is klar! -.- alles idioten, die spiele dafür verantwortlich machen! ich könnt schon wieder platzen!!!
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Avatar Fred DM
Fred DM
#6 | 07. Aug 2012, 11:37
beweise?

aber ganz unrecht hat er sicher nicht. allerdings redet er etwas am thema vorbei. ein gewaltbereiter jugendlicher wird diese gewalt ausüben, ob er nun solche spiele spielt oder nicht.

jugendgewalt ist überall ein grosses thema, und ich bezweifle, dass jene jugendliche, die auf den strassen gewalt ausüben, dieselben sind, die zuhause sitzen und videospiele spielen...

davon mal abgesehen reguliert der staat ja den konsum von videospielen nach altersgrenzen. entweder ignoriert der polizeichef diese tatsache oder er gesteht stillschweigend ein, dass das (in Australien) nicht funktioniert.
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Avatar Jabor08
Jabor08
#7 | 07. Aug 2012, 11:38
Nicht das man bei so einer Aussage überhaupt davon ausgehen sollte, dass der Mann weiß wovon er redet, aber: Spiele in denen man belohnt wird wenn man Prostituierte bestiehlt und Frauen vergewaltigt?
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Avatar dwagner
dwagner
#8 | 07. Aug 2012, 11:38
Zitat von Marchelan:
Wenigstens spricht der Herr mal über die Erziehungsprobleme in der heutigen Zeit. Gewalt in spielen gibts schon lange, aber die Erziehung hat sich nicht verbessert.



vor 30jahren war die erziehung ja auch noch weit aus gehn besser als heute meiner meiung nach...
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Avatar Fred DM
Fred DM
#9 | 07. Aug 2012, 11:40
Zitat von Jabor08:
Nicht das man bei so einer Aussage überhaupt davon ausgehen sollte, dass der Mann weiß wovon er redet, aber: Spiele in denen man belohnt wird wenn man Prostituierte bestiehlt

GTA. es hat doch bestimmt jeder schonmal die dienste einer prostituierten in anspruch genommen, nur um diese anschliessend zu überfahren und ihr sein geld wieder abzunehmen. das klingt vielleicht brutal, ist aber im grunde nur ein harmloser spass.
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Avatar Heckenzhocker:D
Heckenzhocker:D
#10 | 07. Aug 2012, 11:41
Naja ist ja nichts falsch dran, er spricht ja nur von einer handvoll Jugendllichen.
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