Retail-Preise für Videospiele : John Riccitiello ist der Meinung, dass die Gaming-Industrie in Sachen Preisgestaltung schleunigst umdenken muss. John Riccitiello ist der Meinung, dass die Gaming-Industrie in Sachen Preisgestaltung schleunigst umdenken muss. Im Rahmen der diesjährigen »Gaming Insiders Summit«, die am 17. Oktober 2013 in San Francisco stattfand, ließ sich John Riccitiello, der ehemalige CEO des US-Publishers Electronic Arts, über die aktuelle Entwicklung der Videospiel-Industrie aus und nahm dabei vor allem die Hersteller von Konsolen- und PC-Titeln in die Pflicht, wie thealistdaily.com berichtet.

Laut Riccitiello sollte es diesen zukünftig verstärkt um flexiblere Preismodelle gehen, da die Industrie durch die Fokussierung auf Vollpreis-Titel vielen Kunden im übertragenen Sinne den Mittelfinger zeige. Als positive Beispiele nennt er hier Spiele wie Clash of Clans oder Puzzle & Dragons, die deutlich mehr Abnehmer gefunden hätten, als die erfolgreichsten Konsolen-Titel.

»Durch variable Preismodelle eine größere Zielgruppe anzusprechen, ist wirklich nützlich. Mehr als alles andere sollte die traditionelle Spiele-Industrie vom Service der Mobile-Titel lernen. Es ist ein anhaltendes Geschäft und man könnte meinen, dass wir das vor einiger Zeit gelernt haben. Aber ich finde es interessant, dass Spiele wie World of Warcraft, SimCity, GTA oder Starcraft nach dem Launch in sich zusammenfallen, wenn der Service nachlässt. Einige der größten Marken - ich würde sagen sogar alle der größten Marken überhaupt - fallen aus Mangel an Prüfung und Forschung, die im Mobile-Bereich täglich betrieben wird, in sich zusammen.«

Neben einem flexibleren Preismodell gehören laut Riccitiello aber vor allem auch neue Ideen und Innovationen zu den wichtigen Faktoren, wenn es darum geht, den Spielern eine bekannte Marke auch auf lange Sicht schmackhaft zu machen.