Steam : In Europa sind vor allem Steam-User aus Deutschland und Frankreich gefährdet. In Europa sind vor allem Steam-User aus Deutschland und Frankreich gefährdet.

Laut einer aktuellen Schätzung des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky ist ein gehackter Steam-Account auf dem Schwarzmarkt 15 US-Dollar wert. Nutzer der Gaming-Plattform Steam werden laut der aktuellen Studie immer häufiger Opfer von Cyberkriminellen. Grund dafür seien die recht günstigen wie flexibel einsetzbaren Malwares der Gattung »Steam Stealer«.

Das primäre Ziel der Hacker: Online-Gaming-Gegenstände und Zugangsdaten der Nutzer der Spieleplattform zu ergattern. Betroffen sind laut »Kaspersky Lab« alle Nutzer weltweit. In Europa sitzen die Opfer jedoch statistisch gesehen am häufigsten in Deutschland und Frankreich.

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Santiago Pontiroli, Sicherheitsexperte bei Kaspersky Lab erklärt:

Gamer sind für Cyberkriminelle inzwischen ein lukratives Ziel geworden. Die wachsende Zahl von Angriffen geht mit neuen Methoden zur Infektion und Verbreitung sowie immer komplexerer Malware einher. Mit Blick auf die immer leistungsfähigeren Spielekonsolen und das Internet der Dinge steht diese Entwicklung erst am Anfang. Es wäre sehr vorteilhaft, wenn die gesamte Branche bei dieser Entwicklung zusammenarbeiten würde, damit Sicherheit von Anfang an ein Thema ist, das nicht erst nachträglich integriert werden muss.

Die sogenannten »Steam Stealer« werden in erster Linie über gefälschte Webseiten sowie über Direktnachrichten an potenzielle Opfer verbreitet. Die Steam-Stealer-Malware-Familie umfasst diverse Schädlinge, die sich auf einem infizierten System wie folgt verhalten:

  • Trojan.Downloader.MSIL.Steamilik lädt weitere Schädlinge und Trojaner sowie Adware nach.

  • Trojan.MSIL.Steamilik kann nicht autorisierte Aktionen am infizierten PC durchzuführen.

  • Trojaner namens »Trojan-PWS.MSIL.Steam« zielen auf den Diebstahl der Account-Informationen, Login-Daten und Passwörter ab. Dafür wird die Registry oder bestimmte Dateien, in denen vertrauliche Daten gespeichert sind, durchsucht und an die Täter übermittelt.

Das Geschäft sei angeblich sehr lukrativ, da es die Malware schon ab 30 Euro zu kaufen gäbe, was Steam-Accounts zu attraktiven Angriffszielen machen würde. Laut offiziellen Zahlen von Valve werden monatlich angeblich bis zu 77.000 Steam-Konten geknackt.

Valve rät gegen Hacker-Angriffe die Nutzung des mobilen Authenticators. Damit ist neben den Zugangsdaten des Account auch Zugriff auf das Mobiltelefon des Opfers notwendig, was einen erhöhten Schutz bedeutet.

Valve-Stand auf der GDC 2015