Halo Online : Einige Modder haben eine auch außerhalb von Russland lauffähige Version von Halo Online ins Netz gestellt. Microsoft geht jedoch gegen deren Verbreitung vor. Einige Modder haben eine auch außerhalb von Russland lauffähige Version von Halo Online ins Netz gestellt. Microsoft geht jedoch gegen deren Verbreitung vor.

Update (8. April 2015): Mittlerweile hat sich Microsoft in einem Statement gegenüber der englischsprachigen Webseite pcgamer.com zu Wort gemeldet. Darin heißt es, dass man das Interesse an Halo Online außerhalb von Russland durchaus zu schätzen wisse, das Spiel in seiner aktuellen Beta-Fassung jedoch auf den russischen Markt angepasst sei. Deshalb wolle man es auch nicht außerhalb anbieten:

»Während wir uns natürlich über das große Interesse außerhalb Russlands freuen, ist die Beta von Halo Online doch eine speziell auf den Geschmack, die Technik und die Infrastruktur des russischen Marktes zugeschnittene PC-Spielerfahrung. Außerdem befindet sich das Spiel noch in einer frühen Entwicklungsphase. Deshalb möchten wir eine qualitative Erfahrung für unsere Beta-Teilnehmer aus Russland sicherstellen - und die könnte durch unautorisierte Zugriffe gefährdet werden.«

Ob sich die Entwickler des sogenannten El-Dorito-Hacks, durch den sich Halo Online auch außerhalb Russlands spielen lässt, durch diese Aussagen überzeugen lassen, bleibt abzuwarten. Zuletzt kündigten die Modder noch an, trotz der Löschungsversuche durch Microsoft weiter an der Verbreitung ihrer illegalen Spielversion arbeiten zu wollen.

Ursprüngliche Meldung: Vor einigen Wochen hat Microsoft Halo Online als neuen Free2Play-Shooter angekündigt - allerdings nur für den PC und vorerst auf nur für den russischen Markt. Einige Modder wollten zumindest diese regionale Beschränkung nicht so ohne weiteres hinnehmen und haben das Spiel am vergangenen Osterwochenende kurzerhand auch für Spieler aus westlichen Gefilden geöffnet. Sehr zum Missfallen von Microsoft: Der Spielentwickler und Publisher ließ die derart modifizierte Spielversion im Rahmen eines Copyright-Anspruchs aus dem Internet tilgen.

Einschüchtern lassen möchte sich das Modding-Team durch derartige Maßnahmen jedoch nicht. Wie die Hobby-Programmierer einem Bericht von polygon.com zufolge ankündigten, befinden sie sich im Besitz einer ausreichenden Anzahl von Halo-Online-Exemplaren und werden ihre Modding-Tätigkeiten auch noch weiter verfolgen. Als Antriebsgrund nennen sie, dass sich Halo Online jederzeit von einem Free2Play- auf ein Pay2Win-Konzept umstellen ließe.

»Als jemand, der ebenfalls in die Entwicklung von Spielen involviert ist, hege ich Sympathien mit Entwicklern, wenn es um Markenrechtsangelegenheiten geht. Das hier ist aber etwas anderes, zumindest aus meiner Sicht. Wir arbeiten daran, die Spielerfahrung der Leute zu verbessern und das Spiel denjenigen zur Verfügung zu stellen, die es ohnehin nicht spielen konnten. Ich sehe das als eine noble Sache an«, so einer der Modder.

Man versuche einfach, den Spielern genau das zu liefern, was sie erwarten würden: Eine Halo-3-Erfahrung, nur auf dem PC.

343 Industries als Entwickler von Halo Online hat übrigens bereits angedeutet, das Spiel durchaus auch nach Europa und Nordamerika bringen zu können. Es seien lediglich einige regionale Anpassungen notwendig. Offiziell wurde der Titel bisher aber noch nicht für westliche Märkte angekündigt.

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