Second Life : Anshe Chung vor ihrer privaten virtuellen Villa in Dreamland (Bild: spiegel.de) Anshe Chung vor ihrer privaten virtuellen Villa in Dreamland (Bild: spiegel.de) Mit einem Startkapital von 10 Dollar, soviel kostet der Zugang zum Online-Spiel Second Life, begründete eine Lehrerin aus Hessen ihre Karriere als virtuelle Großgrundbesitzerin. Anshe Chung, so heißt die aus Asien stammende Frau im Spiel, stieg nach Versuchen als Mode-Designerin für Mitspieler bald auf das wesentlich lukrativere Geschäft mit virtuellen Immobilien und Grundstücken um. Sie kauft die Ländereien direkt beim Betreiber der Second Life - Welt, der Firma Linden Lab in San Francisco. Anschließend bearbeitet sie die Landschaft, setzt Bäume und Hügel hinein und verpachtet die Grundstücke dann an bauwütige Mitspieler mit kleinerem Budget.

Dabei entstehen regelrechte Themen-Welten wie Friesland, Mallorca oder A'ksha Oasis. Am gefragtesten ist aber Dreamland, ein riesiges Inselreich, auf dem die Patronin auch ihre eigenen Bebauungspläne konsequent durchsetzt. Häuslebauer müssen sich an bestimmte Vorgaben halten, ganz wie in der richtigen Welt.


Mehr als acht Millionen Quadratmeter Baugrund befinden sich im Besitz von Anshe Chung, die an etwa 500 Mitspieler verpachtet sind. Die Pacht wird mit Spielgeld beglichen, das der Nutzer gegen harte US-Dollar tauschen kann. So beläuft sich der "reale" Wert der Ländereien auf etwa 200.000 US-Dollar, die Frau Chung jederzeit abheben könnte. Sie investiert allerdings lieber weiter in Second Life.


Quelle: spiegel.de
Webseite: anshechung.com
Webseite: Second Life
Report: Echtes Geld aus virtuellen Welten