Besonders stolz ist Darin Perfonic auf den Rauch. Sekundenlang lässt der Produktmanager bei Electronic Arts die Hinterräder seines Wagens durchdrehen, bis dichte Schwaden über die Straße ziehen und das komplette Auto einhüllen. Der Gumminebel dreht sich physikalisch korrekt um die Reifen, wallt im Wind und soll im elften Teil der Need for Speed-Serie auch spielrelevant sein: In Multiplayer-Rennen dürfen Sie in Pro Street Konkurrenten einnebeln, auf Solo-Rennstrecken nehmen Ihnen die Staubwolken von der Strecke rutschender KI-Fahrer kurz die Sicht.

Nach Perfonic nehmen wir im Präsentationsraum von EA auf der E3 selbst das Gamepad in die Hand und rasen über einen Speed-Kurs in der Wüste von Nevada. Beim Speed-Rennen ist es schnuppe, wie weit die Gegnerfahrer voraus sind; gewonnen hat, wer die höchste Geschwindigkeit herausfährt. Gemessen wird an drei Kontrollpunkten auf der Strecke, die je rund 15 Vollgas-Sekunden und einige Kurven weit auseinander liegen.

Das Fahrgefühl in den hochgetunten Boliden entspricht im Wesentlichen dem der Vorgänger, auch wenn die Xbox-360-Version, die wir gespielt haben, recht sensibel auf kleine Lenkbewegungen reagiert. Das Geschwindigkeitsgefühl beeindruckt; bei Tempo 250 wischen die schicken Wüstenschluchten rasant an unserem Wagen vorbei. Sonderlich fordernd ist das Speed-Rennen nicht, denn im Wesentlichen müssen wir nur auf der Straße bleiben; riskante Überholmanöver schenken wir uns, die Position im Feld ist sowieso gleichgültig. Um bei Höchstgeschwindigkeiten nicht von der Straße zu rutschen, ist sanftes Aussteuern am Gas und Lenkrad notwendig.