Pokémon GO - Selbstmord-Prävention mit Pokéstops

Japan hat in Pokémon GO durch Zufall eine Methode gefunden, Selbstmorde zu verhindern. Zumindest bei den berüchtigten Klippen in Tojinbo. Durch Pokéstops angelockte Spieler verhindern hier passiv Selbstmorde.

von Mathias Dietrich,
04.10.2016 12:45 Uhr

Pokémon GO hat auch positive Nebeneffekte. In Japan verhindert der Titel teils Selbstmorde an bestimmten Orten.Pokémon GO hat auch positive Nebeneffekte. In Japan verhindert der Titel teils Selbstmorde an bestimmten Orten.

Nachdem es in letzter Zeit wieder diverse negative Nachrichten zu Pokémon GO gab, gibt es jetzt wieder Erfreuliches zu berichten: Pokémon GO verhindert Selbstmorde. Zumindest bei den berüchtigten Klippen in Tojinbo, Japan.

Tojinbo ist nicht nur ein beliebter Ort für Touristen, sondern auch für Selbstmörder. Seit dem Release von Pokémon GO hat sich das aber laut Yukio Shige, Leiter einer Organisation für Selbstmord-Prävention, geändert.

Die Atmosphäre änderte sich

Grund ist, dass es auf den Klippen einige Pokéstops gibt, die auch zu später Stunde noch zahlreiche, in der Gegend ansässige Besucher anziehen. Bevor der Mobiletitel erschien kamen 80% aller Besucher der Klippen von außerhalb. Entsprechend ruhig war die Gegend am späten Abend.

Shige patroulliert den beliebten Platz für Selbstmörder regelmäßig. Bei einem seiner Rundgänge erzählte ihm einer der gefährdeten den Grund, für den Rückgang der Zwischenfölle: Die Atmosphäre eignet sich nicht mehr für einen Selbstmord. Laut Shige suchen sich Selbstmörder oftmals verlassene und ruhige Orte, um ihr Leben zu beenden.

Das Grundproblem der Betroffenen löst die gesteigerte Zahl der Besucher in den Abendstunden dabei natürlich nicht. Trotzdem hofft Yukio Shige, dass man an bekannten Hot Spots wie Aokigahara und am Fuß des Fuji mehr Pokémon-GO-Events veranstalten kann. Weiter wünscht er sich eine Funktion, die Pokémon-GO-Spieler zu mehr Interaktion miteinander bewegt.

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