Rumble Race - Browserspiel des Tages - Semisimulation für Speed-Freaks

In unserer täglichen Rubrik Browserspiel des Tages dreht sich diesmal alles um Highspeed-Rennen

von Gerald Meyer,
28.08.2008 17:00 Uhr

In den kommenden sechs Wochen stellen wir Ihnen jeweils wochentags um 17:00 Uhr die bekanntesten und größten Browserspiele vor.

Im zweiten Teil unserer Serie "Browserspiel des Tages" widmen wir uns dem Rennspiel Rumble Race.

Langer Boxenstop

Oh je, der Ersteindruck von Rumble Race lässt einiges erahnen: auch wenn die Pseudo-Rennmaus am Anfang noch ihren (Non-)Senf dazu gibt, bestätigt der vierte Klick: Timeout für den Spieler. Denn nachdem man sich einen Wagen ausgesucht hat, der aufgrund des schrumpfhodensackigen Geldbeutels nicht schwächer sein kann, man einen Mechaniker und einen Fahrer beordert und diesen auf die Strecke geschickt hat, heißt’s warten: 6 Stunden lang. Also weggeklickt.

Erster Gang, zweiter Gang, Gang-Bang

Der Beginn des sechstündigen Rennens mit bescheidenem Erfolg.Der Beginn des sechstündigen Rennens mit bescheidenem Erfolg.

Am nächsten Morgen wieder angeklickt: Natürlich nur der dritte von drei Plätzen, der Wagen ist ordentlich beschädigt. Hm, war vielleicht nur Pech. Also nach stundenlanger Reparatur einen besseren Fahrer und auch einen Mechaniker dazu gekauft. Leider reicht das Geld nicht mehr für einen neuen Wagen – nicht einmal für den billigsten. Also den alten mit dem neuen Fahrer ins Rennen geschickt. Einen Tag später nachgeschaut: dasselbe Ergebnis, Platz drei von drei, nur die Beschädigungen sind auf 8% gesunken. Noch ein drittes Rennen?, frage ich mich und hoffe, ich habe in dem ganzen Tohuwabohu nichts Wesentliches übersehen. Habe ich wahrscheinlich doch. Aber egal. Ob da eine Clangründung hilft?

Rennspiele bzw. Spielemanager funktionieren für mich anders (vor allem schneller), und gerade so ein unstrukturiertes „Dings“ lässt mich besonders kalt. Denn auch die Boxengasse hat nicht allzuviel Erfreuliches zu bieten. Rumble Race ist wieder eine von den „ganz klugen“ Macharten, die sehr früh den Premium-Account ausspielen, damit man sich überhaupt einen Trainer leisten kann – der in diesem Fall immens wichtig ist.

Fazit: Das Spiel ist eine leicht durchschaubare Mogelpackung ohne jeglichen augenscheinlichen Luxus oder auch nur spielerisch komfortabel, sondern eine Hardcore-Semisimulation für die "Speed-Freaks of the Facts". Definitiv keine Speedy Gonzales-Version, sondern eine mit dem Ausblick auf den wahren Highway to hell.

Name:

Rumble Race

Webseite:

Sprache:

Deutsch

Genre:

Manager

Präsentation:

++

Zugänglichkeit:

++

Spielspaß:

+

Downloadclient:

nein

Premium:

ja

Zeitaufwand:

sehr hoch

Lästerfaktor:

++++

Gerald Meyer, Jahrgang 1975, ist freiberuflicher Autor; zuletzt erschien von ihm Das Abandonware-Lexikon. Meyer war Gründer des „G. Meyer Taschenbuch Verlag“, in dem insgesamt 52 Titel erschienen sind, u. a. Klassiker-Neubearbeitungen, vorwiegend jedoch Newcomer aus dem Underground. Er ist Mitglied im Komitee des Kurd-Laßwitz-Preises. Website: www.geraldmeyer.de


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