Second Life - verliert zahlende Mitglieder

Die Anzahl der kostenpflichtigen Mitgliedschaften in Second Life (SL) ist im Juli erstmals zur?ckgegangen. Laut aktuellen Zahlen des Betreibers Linden Lab hat die virtuelle Welt in dem Monat 5810 Premium-Accounts verloren.

von pte pte,
04.09.2007 11:18 Uhr

Die Anzahl der kostenpflichtigen Mitgliedschaften in Second Life (SL) ist im Juli erstmals zur?ckgegangen. Laut aktuellen Zahlen des Betreibers Linden Lab hat die virtuelle Welt in dem Monat 5810 Premium-Accounts verloren.

Das bedeutet einen R?ckgang von rund sechs Prozent gegen?ber Juni. Die sinkende Zahl der bezahlenden Mitglieder scheint ein weiterer Beweis f?r die abflauende Euphorie rund um Second Life zu sein. In den vergangenen Wochen und Monaten wurden immer h?ufiger Rufe laut, die virtuelle Welt sei ?bersch?tzt worden und halte - insbesondere f?r Unternehmen - nicht das, was sich diese zuvor davon versprochen hatten.

Dass Second Life zwar bekannt ist, aber dennoch nur von einem minimalen Teil der Menschen genutzt wird, belegt auch eine aktuelle Studie von Dialego. Die Online-Befragung zum Thema Web 2.0-Awareness ergab, dass nur ein Prozent der Deutschen sich regelm??ig dem virtuellen Leben in SL widmet. Zwei Prozent verbringen manchmal und weitere sechs Prozent selten Zeit als Avatar in der Parallelwelt. Bekannt ist Second Life hingegen mittlerweile 71 Prozent der Deutschen, 62 Prozent haben aber noch nie den Schritt in die virtuelle Welt gewagt.

"Der Hauptgrund f?r den R?ckgang bei den Premium-Mitgliedern war die Einf?hrung eines Programm, mit dem Accounts auf Eis gelegt werden, die bei der Bezahlung in R?ckstand sind", erkl?rt Meta Linden, die f?r die monatlichen Statistiken bei Linden Lab zust?ndig ist, gegen?ber Reuters. Es gebe keinen Zusammenhang mit dem Gl?cksspielverbot, das im selben Zeitraum in Kraft getreten ist. Aufgrund der sinkenden Premium-Zug?nge verringerte sich im Juli auch die Bev?lkerungsdichte in Second Life. Mit Ende des Monats kamen auf einen Premium-Account 575 Quadratmeter Land und 50 Quadratmeter auf einen aktiven Nutzer.

Die Gesamtstundenanzahl in der virtuellen Welt stieg um acht Prozent auf ?ber 23 Mio. Das sind um f?nf Prozent mehr als noch im Juni. Au?erdem wurden 800.000 neue Avatare geschaffen, von denen aber nur 500.000 laut Linden Lab als individuelle Bewohner gelten. Nach wie vor sind die Amerikaner die gr??te Nationalit?t in Second Life. In punkto Geschlechterverteilung gab es im Juli wenig Ver?nderung. Das Verh?ltnis Mann zu Frau liegt weiterhin etwa bei drei zu eins. (pte/cvi)

(tec)


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