Steam Shop - Algorithmus erklärt: Diese nächsten Schritte plant Valve

Valve erklärt in einem Statement auf Steam, wie sie sich den Steam Store vorstellen und welche Änderungen es in Zukunft geben wird. Sie wollen vor allem den Algorithmus hinter dem Store transparenter machen.

von Elena Schulz,
09.05.2017 11:57 Uhr

Wie geht es weiter mit Steam? Valve stellt seine Pläne für den Shop vor.Wie geht es weiter mit Steam? Valve stellt seine Pläne für den Shop vor.

Valve führt aktuell immer wieder Änderungen wie ein neues Geschenk-System oder Steam Explorers am Steam Store durch. Der Entwickler zeigt sich deshalb besonders interessiert am Feedback der Spieler und veröffentlichte in einem Blog-Post seine kommenden Pläne für den Steam Shop.

Steam wird laut Valve von vielen unterschiedlichen Spielern und Entwicklern genutzt, die allesamt andere Ansprüche und Erwartungen haben - die muss ein guter Store erfüllen können. Das Design sei deshalb eine besondere Herausforderung, da Valve lieber einen Store für alle aufbauen möchte, statt einzelne Gruppen und ihre Interessen bewusst zu ignorieren, um die Interessen anderer dafür perfekt zu bedienen.

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Ein Store für jedermann

Erste Schritte in diese Richtung waren zum Beispiel die Tags, mit denen Spieler den Store nach ihren Interessen filtern können. Hinzu kam noch das Discovery Update, dass Spieler und passende Spiele noch besser zusammenbringen sollte, ebenso wie Kuratoren, Reviews und Refunds.

Auch das mittlerweile wieder abgeschaffte Greenlight zählte zu diesen Schritten und sollte Steam einer größeren Gruppe von Spielen und Entwicklern zugänglich machen. Statt einer kleinen Gruppe mit speziellen Interessen entschieden hier die Spieler, was es auf Steam schafft. Das sorgte allerdings auch dafür, dass der Store regelrecht mit fragwürdigen Produkten überschwemmt wurde.

Sinn und Zweck des Steam Stores ist es, jedem Spieler ein auf ihn zugeschnittenes Angebot zu präsentieren: Das, was wir sehen, wenn wir den Store öffnen. Der Platz ist allerdings begrenzt, weshalb Steam versuchen muss, hier umso gezielter Spieler und Spiele zusammenzubringen, basierend auf ihren Interessen und dem, was die Entwickler anzubieten haben. Das funktioniert über einen speziellen Algorithmus.

Mehr Transparenz für Spieler

Das Problem hierbei ist laut Valve, dass sich schwer sagen lässt, wenn der Algorithmus nicht richtig funktioniert. Wird ein Spiel nicht angezeigt, weil der Spieler sich wahrscheinlich nicht dafür interessiert oder weil es möglicherweise andere Spiele gibt, die noch besser zu ihm passen? Oder handelt es sich um einen Fehler?

Spieler sollen den Steam-Algorithmus besser verstehen.Spieler sollen den Steam-Algorithmus besser verstehen.

Ein ähnliches Problem gab es beim Dota-2-Matchmaking, das ebenfalls auf einem solchen Algorithmus basiert. Hier half es, den Spielern mehr Informationen über die Funktionsweise des Algorithmus offenzulegen, sodass die sie Fehler leichter identifizieren konnten. Valve will deshalb auch mit dem Steam Store offener umgehen und seine Funktionen verständlicher machen.

Dafür will man auch konkrete Features nutzen, angefangen mit einem Algorithmus-Bereich auf der Spiele-Seite, der angibt, warum jemandem gerade dieses Spiel angezeigt wird. Sucht man unabhängig von den Empfehlungen nach einem Spiel, wird hier auch aufgeführt, ob der Store einem das Spiel ebenfalls empfohlen hätte. Spieler können so leichter falsche Vorschläge identifizieren und Steam darauf aufmerksam machen.

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