Hideo Kojima - Verspätungen: »Schlimmstes Verbrechen«

Designer-Legende Kojima findet harte Worte für das Verschieben von Launchterminen seitens eines Entwicklers.

von Daniel Raumer,
02.02.2010 11:10 Uhr

Die japanische Videospiel-Designerlegende Hideo Kojima (Metal Gear Sold-Serie) ist der Meinung, dass es für Spielehersteller »kein größeres Verbrechen als Verspätungen« gibt. Dies schriebt Kojima (siehe Foto) er in seinem Blog (japanisch).

»Ich predige dem Team immer, "Ihr dürft ein Spiel nicht verspäten, wenn einmal ein Veröffentlichungstermin bekannt gegeben wurde". Es gibt als Entwickler kein größeres Verbrechen. Ein offizielles Erscheinungsdatum ist nichts Geringeres als ein Versprechen an Fans und Geschäftspartner. Mit anderen Worten ist ein Verschieben des Datums ein Verrat an deren Erwartungen. Es wird wahrscheinlich sehr lange dauern, das Vertrauen wieder zu verdienen.«

Hideo Kojima tätigt diese Äußerungen im Zusammenhang mit der Meldung, dass sein neues Spiel Metal Gear Solid: Peace Walker für Sonys PlayStation Portable (PSP) in Japan fast eineinhalb Monate später erscheinen wird. Der Europa-Termin bleibt davon unberührt.

Harte Worte des Spieldesigners. Bei Verschiebungen sind viele Fans natürlich im ersten Moment enttäuscht, aber sicherlich dann auf lange Sicht doch froh, wenn sich Entwickler ein paar Monate mehr Zeit nehmen, um einem Titel den nötigen Feinschliff zu Gute kommen lassen. Lieber ein verspätetes bug-freies Spiel, als ein unspielbarer pünktlicher Titel.

» Metal Gear Solid: Peace Walker - Vorschau auf GamePro.de lesen


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