US-Studie - Markt für Mikrotransaktionen in Konsolenspielen wächst

Laut einer Studie von SuperData ist der Markt für Mikrotransaktionen in Konsolenspielen in den USA während der letzten Jahre stetig gewachsen. Der Gesamtumsatz nahm zu – aber auch die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Nutzer.

von Tobias Münster,
01.04.2014 17:08 Uhr

Laut der Erhebung von SuperData ist der Markt für Mikrotransaktionen im Konsolen-Sektor in den USA seit 2010 stetig gewachsen. Die linke Seite zeigt den Anstieg des Gesamtumsatzes, die rechte Seite die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Nutzer.Laut der Erhebung von SuperData ist der Markt für Mikrotransaktionen im Konsolen-Sektor in den USA seit 2010 stetig gewachsen. Die linke Seite zeigt den Anstieg des Gesamtumsatzes, die rechte Seite die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der Nutzer.

Laut einer Erhebung des Marktforschungsunternehmens SuperData ist der Markt für Mikrotransaktionen in Konsolenspielen in den USA in den letzten Jahren stetig gewachsen. Das betrifft den Gesamtumsatz aber auch das Geld, das Nutzer durchschnittlich für solche Onlinekäufe ausgeben.

Dabei definiert SuperData Mikrotransaktionen als den Kauf von Zusatzinhalten etwa in Form von Ingame-Währung, Waffen, Fahrzeugen oder eben Items aller Art, die sich kostenpflichtig freischalten lassen. Von der Erhebung ausdrücklich ausgeschlossen seien Download-Vollversionen, Erweiterungspakete und Add-Ons wie Map-Packs.

Laut den Zahlen von SuperData würden in den USA zurzeit etwa 23 Millionen Konsolenspieler Mikrotransaktionen nutzen, die 2013 für einen Umsatz von 353 Millionen US-Dollar gesorgt haben. Als durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgabe der Spieler die Mikrotransaktionen nutzen, führt SuperData für das Jahr 15,68 US-Dollar an.

Seit 2012 sei laut SuperData vor allem der Gesamtumsatz durch Mikrotransaktionen in Konsolenspielen angestiegen, der da noch mit 295 Millionen US-Dollar zu verzeichnen war. 2013 kamen demnach vor allem aber neue Nutzer hinzu, denn die durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgabe habe 2012 nur unmaßgeblich weniger als 2013 betragen, nämlich 15,63 US-Dollar.

Deutlicher wird der Zuwachs seit 2010: Für das Jahr führt SuperData 235 Millionen US-Dollar als Gesamtumsatz an, während die Pro-Kopf-Ausgaben der Spieler bei 14,24 US-Dollar gelegen hätten.

Interessant ist zudem die Aufteilung der Spieler die Mikrotransaktionen nutzen auf die verschiedenen Plattformen. 2013 hätten 45 Prozent angegeben, eine Xbox 360 zu nutzen. Bei 34 Prozent handelte es sich um PlayStation-3-Spieler. Besitzer einer Wii oder Wii U kommen demnach zusammengefasst auf 21 Prozent.

Bei den bevorzugten Genres von Xbox-360- und PS4-Spielern die Mikrotransaktionen nutzen handelt es sich laut SuperData um First-Person-Shooter (24 Prozent) und Action-Adventures (21 Prozent). Deutlich weniger beliebt seien Rollenspiele (zwölf Prozent), Sportspiele (neun Prozent), Simulationen (sieben Prozent) und Casual-Games (sechs Prozent).

Bei Mikrotransaktionen nutzenden Spielern mit einer Wii oder Wii U sei die Genre-Verteilung laut SuperData hingegen weitgehend ausgeglichen.

Nach der Auswertung der Daten kommt SuperData zu dem Ergebnis, dass »auch Konsolenspieler Mikrotransaktionen langsam aber sicher akzeptieren«, nach dem sich das Verfahren bereits in anderen Sektoren wie Mobile-, Social- oder MOBA-Games etabliert habe. Mit dem Beginn der neuen Konsolengeneration (Xbox One und PS4) sei zu erwarten, dass auch Publisher mehr Risiken eingehen werden, um mit Mikrotransaktionen und neuen Vertriebsmodellen im Allgemeinen zu experimentieren.


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