Spiegel-Online : Ist Counterstrike: Source ein Ist Counterstrike: Source ein Ist Counterstrike ein Killerspiel? Dieser Frage geht ein Artikel auf Spiegel.de nach. Denn offenbar weiß selbst die Politik nicht so ganz genau, was sie mit dem Passus "Verbot von Killerspielen" im jüngst zwischen CDU/CSU und SPD vereinbarten Koalitionsvertrag gemeint hat. In einem früheren Gesetzesantrag werden Computerspiele ausdrücklich nicht zum Bereich der Killerspiele gezählt. Vielmehr werden darunter Gotcha, Paintball und Laserdrome verstanden. Laut einem Gespräch von Spiegel Online mit dem CSU-Abgeordneten Andreas Scheuer versteht zumindest die CSU aber auch Counterstrike darunter.

Nach eigenen GameStar-Recherchen gibt es in diesem Punkt unterschiedliche Auffassungen bei der CDU und CSU. Laut Auskunft aus dem Büro der künftigen Familienministerin Ursula von der Leyen orientieren sich die Aussagen des Koalitionsvertrages an dem älteren Gesetzentwurf von 2002. Demnach sind Computerspiele keine Killerspiele. Jedoch zeigte sich der USK-Geschäftsführer Peter Gestenberger etwas überrascht: "Deutschland hat bei Computerspielen den schärfsten Jugendschutz der Welt. "Killerspiele" sind in Deutschland verboten. Das können ja nur Spiele im Sinne des § 131 StGB sein." Weshalb also ein erneutes Verbot gefordert wird, ist ihm nicht klar.

Andreas Scheuer von der CSU erklärt auf GameStar-Nachfrage, dass in einem weiteren Schritt auch Computerspiele wie Counterstrike und Doom verboten werden sollten. Die geltenden Regelungen würden nicht ausreichen, um den Zugang von Jungendlichen und Kinder zu Gewaltspielen zu verhindern. Bis es jedoch zu einem entsprechenden Gesetz komme, müssten Untersuchungen von Experten abgewartet und alle Beteiligten angehört werden. Erst kürzlich hatten jedoch die Länder und die damalige Bundesregierung die Arbeit der USK ausdrücklich gelobt. Das Einstufungssystem in Deutschland würde gut funktionieren und häufigere Verbote (Indizierungen) nicht notwendig. Daher bleibt abzuwarten ob die SPD einer Verschärfung des Jugendschutzgesetzes zustimmen würde.

Einen ausführlichen Artikel zu dieser Thematik lesen Sie auch in der nächsten GameStar-Ausgabe, die am 30. November 2005 erscheint.