Kurioses : Das amerikanische Rechtssytem könnte in nächster Zeit wieder um einen kuriosen Beschluss erweitert werden, wenn man die Klage der Mutter eines 14-jährigen Mädchens gegen die Userprofil-Website MySpace betrachtet. Es geht um 30 Millionen US-Dollar, rund einen Prozent des Werts des Unternehmens.

Zum Fall in aller Kürze: Das Mädchen hat bei MySpace einen 19-jährigen kennengelernt, eMail-Adresse und sogar Handy-Nummer ausgetauscht. Letztlich soll es zu einem Treffen gekommen sein, bei dem es zu sexuellen Handlungen gekommen ist, die das Mädchen so aber nicht wollte. Glaubt man nun den Aussagen der Anklägerpartei sei dies alles die Schuld von MySpace. "MySpace kümmert sich mehr darum, Geld zu scheffeln, als sich um die Online-Sicherheit von Kindern zu sorgen." so der Anwalt des Mädchens. Der Anbieter verifiziere das Alter seiner Nutzer nicht und würde sich somit potentiell strafbar machen, obwohl ein Mindestalter bei der Registrierung gefordert ist. MySpace dagegen winkt ab. "Wir nehmen die Sicherheit unserer Nutzer sehr ernst und tun alles dafür, dass diese gewährleistet ist," so Hemanshu Nigam, der C.E.O. von MySpace.com "aber wenn ein 13- oder 14-jähriges Mädchen jemanden trifft, den sie nicht kennt, ist das immer gefährlich. Wir müssen unseren Kindern beibringen, das nicht ohne weiteres zu tun." Auch wenn es wider jeder Logik scheint, so ist durchaus möglich, dass ein Gericht für die Kläger entscheidet.

2003 gegründet hat MySpace heute rund 80 Millionen registrierte User und soll die Website mit den drittmeisten Pageviews auf der Welt darstellen.