In einer heute veröffentlichten Erklärung zeigt sich der Deutsche Kulturrat besorgt über die derzeitige Entwicklung der Diskussion um die Verschärfung des Jugendschutzes.

Der Deutsche Kulturrat ist der Spitzenverband der Bundeskulturverbände und sieht sich als Verfechter von Kunst-, Publikations- und Informationsfreiheit. Er fordert in dem Schreiben alle Politiker in Bund und Ländern auf, bei den geplanten rechtlichen Schritten zum Schutz von Jugendlichen, nicht über das Ziel hinaus zu schießen.

In der Erklärung heißt es wörtlich: "Bei der Debatte um Gewalt in Computerspielen darf aber nicht über das Ziel hinausgeschossen werden. Erwachsene müssen das Recht haben, sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen bzw. entsprechende Spiele zu spielen. Die Meinungsfreiheit und die Kunstfreiheit gehören zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten. Die Kunstfreiheit ist nicht an die Qualität des Werkes gebunden. Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele.“

Veröffentlichung auf www.kulturrat.de
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