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Forschungsarbeit - Attraktive Charaktere in Spielen senken das Selbstwertgefühl

Model-Shows wie »Germany's Next Topmodel«, unrealistische Werbung und falsche Rollenvorbilder werden schon lange dafür verantwortlich gemacht, dass junge Frauen oft unter einem gestörten Selbstbild leiden. Die männlichen Gegenstücke schienen dagegen immun oder wurden bisher zumindest nicht beachtet. Eine neue Studie legt jetzt jedoch nahe, dass auch Männer in der Hinsicht leicht beeinflussbar sind und erste Auswirkungen schon nach kurzem Anspielen eines Computerspiels nachweisbar sind.

Von Martin Le |

Datum: 29.12.2008; 11:59 Uhr


Forschungsarbeit : Bildergallerie Legends of Wrestling: Showdown |PS2 Bild 3 Bildergallerie Legends of Wrestling: Showdown |PS2 Bild 3 Model-Shows wie »Germany's Next Topmodel«, unrealistische Werbung und falsche Rollenvorbilder werden schon lange dafür verantwortlich gemacht, dass junge Frauen oft unter einem gestörten Selbstbild leiden. Die männlichen Gegenstücke schienen dagegen immun oder wurden bisher zumindest nicht beachtet. Eine neue Studie legt jetzt jedoch nahe, dass auch Männer in der Hinsicht leicht beeinflussbar und erste Auswirkungen schon nach kurzem Anspielen eines Computerspiels nachweisbar sind.

Richard Harris, Psychologie-Professor an der Kansas State University ließ jeweils eine Gruppe Männer und Frauen 15 Minuten lang spielen und anschließend einen Fragebogen ausfüllen. Während das erste Team sich mit muskelbepackten Charakteren in WWF Wrestlemania 2000 beschäftigte bekam das andere ein Beach-Volleyball-Spiel vorgesetzt. Die folgende Befragung zeigte bei den meisten Probanden ein verschlechtertes Selbstwertgefühl gegenüber dem Start der Untersuchung.

Besonders kräftig gebaute Helden bzw. unrealistisch dünne Frauen in Computerspielen haben damit laut Harris einen klaren Einfluss auf den Spieler. Besonders beeindruckt zeigte sich der Forscher von der Geschwindigkeit der Veränderung: »Es war ziemlich ernüchternd, so schnell einen Effekt nachweisen zu können.«

Eine Langzeitstudie zu dem Thema liegt noch nicht vor.

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Avatar Scott
Scott
#1 | 29. Dez 2008, 12:44
ich denke das passiert nur leuten die mit sich unzufrieden sind, geht raus und macht sport verdammt nochmal
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Avatar Thoran-Crow
Thoran-Crow
#2 | 29. Dez 2008, 12:55
ausgezeichnet.
wie wir wissen ist selbsterkenntnis der erste schritt zur besserung. erkennt also ein dürrer oder fetter mann dass er nicht dem ideal entspricht, so kann er dann etwas dagegen unternehmen und kraft- oder ausdauersport betreiben.

wir brauchen solche ideale in spielen, filmen und der mode um nicht zu einer völlig unansehnlichen, schwächlichen und kranken rasse zu degenerieren.
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Avatar X`Ray
X`Ray
#3 | 29. Dez 2008, 13:26
Hahaha, ich bin einerseitz sehr zufrieden mit meinem Leben, ja aber wenn ich einen netten Charakter im spiel treffen, der auch noch gut aussieht, dan merk ich auch das ich dadurch beeinflusst werde, ich habe aber das Gefühl, diese Beeinflussung bezieht sich nur auf das spielen und eine weile nachher, wenn ich ein Spiel ne Woche nicht mehr anrühre, weil es mich nicht mehr interessiert, dann scheint mich auch der Charakter nicht mehr sonderlich zu interessieren.

Ich weis zwar das der oder die ganz interessant war, das werd ich mir auch merken, aber das ich irgendwie braver geworden bin je mehr ich spiele, nein ich bin von Haus aus brav, kann aber sachen gut Handlen (managen) ich wüsste nich das ich langfristig von soetwas beeinflusst werden würde.

Noch zu dem Idialen:
Thoran Crow, ja die Figuren entsprechen einem gewissen Idialmaß, vor allem die Hauptfiguren, aber es reicht doch wenn man den Body mas indes normal hat. Also ich finde Frauen auch attraktiv, die nicht 90,60,90 haben die vieleicht 95,70,95 haben oder zumindest natürlich aussehen.
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Avatar Atze-Peng
Atze-Peng
#4 | 29. Dez 2008, 13:28
Viel interessanter wäre doch, wie schnell der Effekt dann, nach einem neutralen Erlebniss (z.B. einem gelesenen Buch, ohne Bilder^^) nachlässt.
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Avatar Cinergie
Cinergie
#5 | 29. Dez 2008, 13:39
Deshalb spiele ich ja als Mann auch immer weibliche Charaktere, damit entfällt der Einbruch des Selbstwertgefühls ;).

Nun ja, ist halt wieder so ne Studie! Das mag für gewisse Menschen zutreffen, aber als Pauschalurteil lasse ich das einfach nicht gelten. Tatsache bei mir ist: Wenn ich einen attraktiven alter Ego kreiere, kann ich mich viel besser damit im Spiel identifizieren. Aktuelles Beispiel: Habe bei Mass Effect eine wirklich attraktive weibliche Sheperd kreiert und spiele das Spiel nun zum zweiten mal...und die Identifikation/Spass ist viel höher als beim ersten Durchlauf mit einer nur mässig attraktiven Heldin.
Ich finde die Spielehersteller müssen in Zukunft vorallem auch Wert auf eine anständige Charaktergenerierung in visueller Hinsicht setzen (nicht so wie bei WoW mit diesen Dutzend-Gesichtern ohne Wiedererkennungsmöglichkeit ;)).
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Avatar BeJotHaDe
BeJotHaDe
#6 | 29. Dez 2008, 13:54
Zitat von Scott:
ich denke das passiert nur leuten die mit sich unzufrieden sind, geht raus und macht sport verdammt nochmal

Quote for truth

Wie sehr du damit den Nagel auf den Kopf getroffen hast, sieht man ja an den ganzen 'Thumbsdown'
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Avatar GothofCookie
GothofCookie
#7 | 29. Dez 2008, 14:21
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Ashkalel
Ashkalel
#8 | 29. Dez 2008, 14:55
Zitat von Scott:
ich denke das passiert nur leuten die mit sich unzufrieden sind, geht raus und macht sport verdammt nochmal

Wenn die Wahrheit nicht immer so hart wäre, aber bitte Herr Pfeiffer, ich weiß das ich gut aussehe, nicht nötig in diese Richtung nach einem Verbot zu ermitteln.
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Avatar Mac-Death
Mac-Death
#9 | 29. Dez 2008, 15:12
Was mich an der Sache mal interessieren würde ist, wie alt die Probanten waren.
Ich denke das Alter ist auch ein nicht zu verachtender Aspekt an der Sache. Ich z.B. habe die 30 überschritten und mir ist es schnurzpiepegal wie mein 'Held' im Spiel ausschaut. Viel lieber schaue ich mir Lara beim turnen an ;-), als einen Kerl von hinten, der noch so sportlich ausschaut.
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Avatar DaWieDoof
DaWieDoof
#10 | 29. Dez 2008, 15:16
Um mal das Positive aus dieser Meldung zu ziehen:
Solange noch genügend Geld für solche Studien übrig ist kann es mit der Weltwirtschaftskrise nicht so schlimm sein.
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