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Pornografie und »Killerspiele« - ...sind laut CSU Schuld an Missbrauchsfällen

CSU holt wieder die Internet-Stopp-Schilder und »Killerspiele«-Verbotsforderungen aus der Mottenkiste.

Von Daniel Raumer |

Datum: 22.07.2010; 15:43 Uhr


Pornografie und »Killerspiele« : Beate Merk (CSU): "Fahrlässige Politik der FDP" Beate Merk (CSU): "Fahrlässige Politik der FDP" Die CSU macht das Internet und sogenannte »Killerspiele« für die Vorfälle auf der niederländischen Insel Ameland verantwortlich. Hier kam es während einer Jungendfreizeit zu sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen unter Jugendlichen im Alter von 13 und 14 Jahren.

Nach den schrecklichen Vorkommnissen geht auch die bayrische Regierungspartei CSU – konkret in Form ihrer Justizministerin Beate Merk – auf Ursachenforschung und hat auch schon die Schuldige gefunden: Den eigenen Koalitionspartner FDP, Kinderpornografie im Internet und »Killerspiele«. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf eine DPA-Meldung.

Merk, die zugleich stellvertretende Vorsitzende der CSU ist, sagte: »Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig.«

Pornografie und »Killerspiele« : Die FDP sprach sich in der Vergangenheit wie andere Parteien und Interessengruppen dafür aus, solche Inhalte im Internet nicht nur hinter Stopp-Schilder zu stellen, wie von der CDU/CSU gefordert, sondern komplett zu löschen. Ein Fehler laut Merk: »Wenn ich feststellen muss, dass ich eine bestimmte Seite nicht löschen kann, darf ich nicht einfach mit den Schultern zucken und zur Tagesordnung übergehen. Dann muss ich diese Seite wenigstens sperren.«

Bei gleicher Gelegenheit holte Merk dann auch gleich zum »Rundumschlag gegen andere Medieninhalte« aus: Auch sogenannte »Killerspiele« müssten bei der Gelegenheit verboten werden, um Kinder auch hier vor gewalthaltigen Inhalten zu schützen.

Die CSU-Ministerin zeigt angesichts der verständlichen Fassungslosigkeit über die Taten von Ameland richtungslosen Aktionismus.

Der Spiegel kommentiert: »Den Opfern sexueller Gewalt wird mit solchen Forderungen nicht geholfen, im Gegenteil: Sie werden auf plumpe Weise instrumentalisiert, um diffuse Gefühle zu bedienen, die man innerhalb der eigenen Wählerschaft vermutet.«

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Avatar d3vnull
d3vnull
#1 | 22. Jul 2010, 16:29
»Den Opfern sexueller Gewalt wird mit solchen Forderungen nicht geholfen, im Gegenteil: Sie werden auf plumpe Weise instrumentalisiert, um diffuse Gefühle zu bedienen, die man innerhalb der eigenen Wählerschaft vermutet.«

Ganz genau so ist es.
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Avatar flavor.himself
flavor.himself
#2 | 22. Jul 2010, 16:29
(Ironie an)
Killerspiele waren auch Schuld an der Weltwirtschaftskrise, am "Skandal" bei der katholischen Kirche und natürlich an dem verlorenen Fußballspiel gegen Spanien!!!
(Ironie aus)

Nee, is' klar, Frauen und Herren Politiker...
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Avatar McCoother
McCoother
#3 | 22. Jul 2010, 16:30
Da müsste man allerdings jegliche Pornografie im Internet verbieten. Das will ich mal sehen, wie man das Umsetzten will :)
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Avatar Dominian
Dominian
#4 | 22. Jul 2010, 16:30
Und wer intressiert sich für das Gelaber dieser Inkompetenten Hinterbänkler?

Seit Jahren eigentlich nur PC Spieler :D
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Avatar Terranigma
Terranigma
#5 | 22. Jul 2010, 16:31
Die Frau hat doch völlig recht.


Erst seitdem es das Internet inklusive Pornoinhalten sowie "Killerspiele" gibt, gibt es sowas wie sexuellen Missbrauch. Wer da keinen Bezug sieht muss wohl entweder von der Porno- oder Spiele-Lobby geschmiert worden sein. Jeder etwas ältere Mensch wird gewiss wissen, dass sexueller Missbrauch erst mit dem Aufkommen des Internets und der Videospiel-Industrie aufkam. Die Zusammenhänge sind eindeutig.
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Avatar No45
No45
#6 | 22. Jul 2010, 16:31
Es gibt viele Dinge, die sich der Mensch nicht erklären kann und dafür irgendeinen Schuldigen sucht. Im Mittelalter waren es Hexen und jetzt sind es halt die Medien.
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Avatar Laflamme
Laflamme
#7 | 22. Jul 2010, 16:32
Dazu fallen mir nur zwei Wörter ein:

*looooool* *facepalm*
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Avatar LineofFire
LineofFire
#8 | 22. Jul 2010, 16:33
Zitat von Terranigma:
Die Frau hat doch völlig recht.


Erst seitdem es das Internet inklusive Pornoinhalten sowie Killerspiele gibt, gibt es sowas wie sexuellen Missbrauch. Wer da keinen Bezug sieht muss wohl entweder von der Porno- oder Spiele-Lobby geschmiert worden sein. Jeder etwas ältere Mensch wird gewiss wissen, dass sexueller Missbrauch erst mit dem Aufkommen des Internets und der Videospiel-Industrie aufkam. Die Zusammenhänge sind eindeutig.


Der Sarkasmus quetscht sich quasi grad aus meinem Monitor raus ;)
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Avatar Neumi
Neumi
#9 | 22. Jul 2010, 16:33
ach, wozu sich eigentlich noch über solchen Schwachfug aufregen ... diese Schnapsnasen werden weitehetzen, bis sie alt und grau sind ... und dann noch eins draufsetzen.
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Avatar Dralon
Dralon
#10 | 22. Jul 2010, 16:34
Hat die CSU wieder einmal ein Sommerloch gewittert und muss nun die Leute zu Wort kommen lassen, die sonst im politischen Gebrabbel unter gehn?
Ich wüsste kein Game, in dem es darum geht anderen Menschen, oder menschenähnlichen Figuren etwas in den Hi ... zu stecken, oder gar auf Kinder zu misshandeln!!
Sehr geehrte Frau Merk .. bitte informieren Sie sich erst einmal und reden erst dann!
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