G.A.M.E. : Der G.A.M.E. Bundesverband kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme den Haushaltsentwurf 2015 im deutschen Bundestag. Der G.A.M.E. Bundesverband kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme den Haushaltsentwurf 2015 im deutschen Bundestag.

Wurden das Potential und die Fördernotwendigkeit der Spielebranche seitens der Bundesregierung nur unzureichend erkannt? Diese Meinung vertritt der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. (G.A.M.E.) in einer aktuellen Stellungnahme zum Haushaltsentwurf 2015.

Weder im Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien noch im Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur seien dem Bereich der Video- und Computerspiele ausreichend finanzielle Mittel in Aussicht gestellt worden, kritisiert der Branchenverband in seiner Pressemitteilung:

»[...] im Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien [ist] generell kein Aufwuchs zu verzeichnen und eine längst überfällig nötige Umverteilung analog zu den heutigen kulturellen Gestaltungsmöglichkeiten findet nicht statt. So schlägt die geplante Unterstützung des auch in Potsdam umstrittenen Baus der Garnisonskirche mit 12 Mio. Euro zu Buche, für Computerspiele jedweder Ausgestaltung als zeitgemäßes Ausdrucksmittel sind jedoch nur, wenn überhaupt, indirekt Mittel in einem vollkommen ungeeigneten Rahmen vorgesehen.«

Darüber hinaus komme es auch noch zu einer Absenkung des Etats des Deutschen Filmförderfonds auf 50 Millionen Euro, was darüber hinaus sinnbildlich für ein gestriges Medienverständnis und in die falsche Richtung weise, heißt es weiter.

Thorsten Unger, Geschäftsführer des GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. merkt dazu an:

»Kultur ist heute nicht nur Humboldt-Forum oder klassische Musik. Wir vermissen deutlich eine zeitgemäße Weiterentwicklung kulturpolitischen Rahmenbedingungen für die heute Kulturschaffenden. Kulturpolitik und die damit verbundenen Unterstützungen des Staates müssen sich zwangsläufig auch an den Bedürfnissen und Möglichkeiten heutiger Kunstschaffender, und damit auch derjenigen, die digitale Medien kulturell einsetzen, orientieren. Insofern geht die heutige Politik an diesem Umstand deutlich vorbei.«

Der GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. als mitgliederstärkste Interessenvertretung der deutschen Gaming-Industrie sieht deshalb deutlichen Handlungsbedarf und möchte sich fortan auch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturrat und anderen Verbänden und Institutionen für eine angemessene Berücksichtigung von digitalen Spielen in der Kulturpolitik und den damit verbundenen Fördermöglichkeiten einsetzen.

»Die Erwartungshaltung der Branche sind nach dem Wechsel der ministerialen Zuständigkeit für den Deutschen Computerspielpreis berechtigterweise sehr groß. Das Missverhältnis im Vergleich zu anderen kulturschaffenden Bereichen ist den hier tätigen Kreativen unverständlich und auch vor dem Hintergrund anderer Länder in diesem Bereich nicht nachzuvollziehen.«, so Thorsten Unger weiter.

Der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. (G.A.M.E.) ist der größte Interessenvertreter der deutschen Computerspielwirtschaft. Der Verband vertritt über 60 Unternehmen, darunter bedeutende deutsche Onlineportale, große Publisher (u.a. Daedalic, Areosoft) aus dem PC- und Konsolenspielbereich und andere Firmen aus der Branche.

Die vollständige Stellungnahme zur Haushaltsdebatte der Bundesregierung findet sich auf game-bundesverband.de.