Der Entwickler und Publisher Square Enix hat eines seiner Tochterunternehmen geschlossen: Das erst 2014 auf der Tokyo Game Show vorgestellte und im selben Jahr gegründete Shinra Technologies existiert nicht länger. Das hat der Konzern auf seiner offiziellen Webseite bekannt gegeben.

Sowohl das Firmen-Hauptquartier in New York als auch die Zweigstelle in Japan sind von der Schließung betroffen. Für Square Enix selbst bedeutet die Entscheidungen einen finanziellen Verlust in Höhe von umgerechnet rund 15,6 Millionen Euro.

Zuletzt hatte man offenbar noch Versucht, externe Investoren zu finden, um den Geschäftsbetrieb bei Shinra Technologies aufrecht erhalten zu können. Doch auch das schlug der Pressemeldung zufolge fehl.

Shinra Technologies hat ursprünglich an einer Technologie gearbeitet, bei der Videospiele auf einem virtuellen Supercomputer hätten berechnet werden sollen, während die Nutzer dann nur noch einen günstigen Videoabspieler zum Spielen für zu Hause benötigt hätten. Eine Idee, an der in der Vergangenheit auch so einige Konkurrenten versucht haben: Gaikai wurde 2012 immerhin für 380 Millionen US-Dollar an Sony verkauft.

OnLive wiederum schloss Anfang April 2015 seine Pforten und verkaufte seine Technologien teilweise ebenfalls an Sony.

Der Konsolenhersteller aus Japan hat sich aus den Übernahmen mittlerweile mit PlayStation Now einen eigenen Streaming-Dienst gebastelt.