Nintendo macht Verluste : Nintendo hat für das zweite Quartal 2016 einen operativen Verlust in Millionenhöhe. Der war aber zu erwarten und sorgt für keine Änderungen an der Jahresprognose. Nintendo hat für das zweite Quartal 2016 einen operativen Verlust in Millionenhöhe. Der war aber zu erwarten und sorgt für keine Änderungen an der Jahresprognose.

Nintendo hat von April und Ende Juni 2016 einen operativen Verlust von rund 44 Millionen Euro erlitten. Das zeigt der vorgelegte Geschäftsbericht des japanischen Unternehmens, der für den gleichen Vorjahreszeitraum noch ein kleines Plus zeigt.

Außerdem wurde Pokemon Go Plus auf September 2016 verschoben, der Release war eigentlich noch für Juli geplant.

Die Probleme

Für Nintendos Quartal kam eine Reihe an Problemen zusammen, die wir unterhalb vorstellen:

  • Der Yen ist erstarkt und sorgt für alle japanischen Unternehmen, die im Ausland ihr Geld verdienen, für Probleme. Auch die Konkurrenz wie Sony ist betroffen, Nintendo selbst macht etwa drei Viertel des Umsatzes außerhalb Japans. Für ganze 35 Milliarden Yen Minus habe der ungünstige Wechselkurs gesorgt, etwa 300 Millionen Euro. Mit einem etwas besseren Kurs wäre das Gesamtergebnis deutlich näher an einer Null dran.

  • Pokémon Go ist wahrscheinlich der Branchentrend des Jahres, wurde aber zu spät veröffentlicht, um im Quartalsbericht aufzutauchen. Nintendo hatte bereits vorab mitgeteilt, dass der Umsatz mit der Ausnahme-App grundsätzlich limitiert sein wird, da Nintendo nur Anteile an Pokémon besitzt. Die Folge: Die Nintendo-Aktie stürzte deutlich ab.

  • Der 3DS-Handheld hatte akzeptable Verkaufszahlen, die Wii U kann quasi abgeschrieben werden. Nur etwa 220.000 Einheiten wurden von der Konsole verkauft, der Markt wartet offensichtlich sehnsüchtig auf Nintendo NX, das für März 2017 geplant ist. Spiele haben sich gegenüber dem Vorjahr minimal besser verkauft, hier geht es zur Nintendo-Release-Liste im zweiten Quartal.

  • Auch Download-Zahlen und -Verkäufe gingen zurück, weil der Verkauf von DLCs zurückging.

  • Das Geschäft mit den Amiibo-Figuren schwächelt. Nintendo führt das schlicht auf fehlende, kompatible Spiele zurück.

Die Zukunft bleibt positiv

Trotz des schwachen Quartals passt Nintendo die Jahresvorschau nicht an und erwartet für das Gesamtjahr eine positive Bilanz. Derzeit sind keine Verluste eingeplant.

  • Der Nintendo 3DS kriegt mit Pokémon Sonne und Mond im November klassische Verkaufsgaranten.

  • Mit der Veröffentlichung des Nintendo NX im März 2017, dürfte die Konsole noch 2016 vorgestellt und von Fans vorbestellt werden.

  • Pokemon Go Plus ist eine Zusatzperipherie für Pokemon Go und warnt Spieler, wenn sie Pokemon in der Nähe erkennt. Sie dürfte mit dem Hype um die Smartphone-App ein gutes Ergebnis erzielen, auch wenn sie erstmal auf September verschoben wurde.

  • Vor Nintendo NX kommt noch eine neue, alte Konsole: Das NES Classic Mini dürfte bei Fans Nostalgie-Gefühle auslösen und mit dem günstigen Preis unter einigen Weihnachtsbäumen liegen. Bereits jetzt stürmt die Retro-Konsole die Verkaufscharts.

  • Mobile wird weiter beliefert, Fire Emblem und Animal Crossing werden ihren Weg auf das Smartphone finden.

  • Auch wenn derzeit die Amiibo-Verkäufe stagnieren: Tatsächlich dürfte das an den fehlenden Spielen liegen. Die Figuren für The Legend of Zelda: Breath of the Wild könnten hier wieder Schwung ins Geschäft bringen.

Auch wenn Nintendo das vergangene Quartal abschreiben kann, sieht es für die Zukunft alles andere als düster aus.

Angeblicher Leak: Neue, unbestätigte Informationen zum Nintendo NX