Pokémon Go : Pokémon Go befindet sich offenbar auf dem absteigenden Ast: Noch sind die Spielerzahlen zwar weiterhin überwältigend, erstmals gibt es jedoch einen Negativtrend. Steuert Niantic nicht gegen, könnte das auch der Augmented Reality insgesamt schaden. Pokémon Go befindet sich offenbar auf dem absteigenden Ast: Noch sind die Spielerzahlen zwar weiterhin überwältigend, erstmals gibt es jedoch einen Negativtrend. Steuert Niantic nicht gegen, könnte das auch der Augmented Reality insgesamt schaden.

Der durch Pokémon Go losgetretene Hype, der sich fast durch sämtliche Gesellschaftsschichten zog, war bisher einmalig in der Games-Branche. So langsam scheint das erfolgreiche Mobile-Game seinen Zenit aber überschritten zu haben: Wie die Marktanalytiker von Axiom Capital Management (via Bloomberg) berichten, sinken die Nutzerzahlen der iOS- und Android-App aktuell täglich.

Die Analysten beziehen sich in ihrem Bericht auf Daten von Sensor Tower, SurveyMonkey und Apptopia. Demnach sinkt nicht nur die Anzahl der täglich aktiven Spieler - auch die Downloadzahlen verzeichnen einen Negativ-Trend. Und auch die von den verbliebenen Spielern durchschnittlich mit Pokémon Go verbrachte Zeit wird von Tag zu Tag weniger.

Schadet der Negativtrend der Augmented Reality insgesamt?

Das sind nicht nur für den Entwickler Niantic und The Pokémon Company als Lizenzinhaber schlechte Nachrichten. Auch die zuletzt positiven Aussichten beim Thema Augmented Reality insgesamt könnten durch das Abflauen des Pokémon-Go-Hypes als Vorreiter abgeschwächt werden. Mögliche Nachahmer hätten es dann deutlich schwieriger, Investoren für ihre Vorhaben zu finden.

Unter anderem gingen wohl bereits die Suchanfragen bei Google nach »Augmented Reality« deutlich zurück, während nach »Virtual Reality« weiterhin gleichbleibend häufig gesucht wird.

Nintendo selbst ist hingegen, anders als zunächst angenommen, nicht direkt in die Entwicklung von Pokémon Go involviert. Konnte indirekt aber dennoch vom Hype profitieren: Unter anderem stiegen die Nintendo-3DS-Verkäufe an, da viele Spieler plötzlich auch die klassischen Pokémon-Titel auf dem Handheld spielen wollten.

Erleichterung bei der indirekten Konkurrenz

Für Aufatmen dürfte dieser Negativ-Trend indes bei den Management-Abteilungen von Facebook, Instagram, Tinder, Twitter und Snapchat sorgen: Den Analysten zufolge herrschte insbesondere bei den Investoren der genannten Social-Media-Unternehmen Unruhe. Es gab Bedenken, dass der enorme und alles überstrahlende Erfolg von Pokémon Go die Nutzer von anderen Mobile-Apps ablenken könnte.

Das hätte auf Dauer sinkende Werbeeinnahmen und Reichweiten zur Folge gehabt.

Zukunft von Pokémon Go hängt an Niantic

Letztlich ist es am Entwickler Niantic, das zuletzt verloren gegangene Vertrauen der Nutzer wieder zurückzugewinnen. Kritik gab es vor allem aufgrund des verschenkten Potenzials durch fehlende Features, zu wenig End-Game-Motiviation und ein anfälliges technisches Grundgerüst sowie Cheater und Botter.

Etwas spät: Erst nächste Woche kommt mit Pokémon Go Plus ein Armband-Gadget auf den Markt, mit dem die Nutzung von Pokémon Go ohne geöffnete App möglich sein wird. Gut möglich, dass der Hype dadurch noch einmal angefacht wird. Ansonsten werden aber wohl nur noch regelmäßige und vor allem umfangreiche Update mit neuen Inhalten und Features helfen.

Ärgerlich: Rekordversuch in Pokémon Go löst Anti-Cheat-System aus

Nachdem ich mich eingeloggt habe, begrüßt mich Professor Willow. Er führt mich durch ein kurzes Tutorial, zu dem auch die Charaktererstellung gehört. Zu Beginn backe ich mir nämlich meinen Helden. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind jedoch kaum der Rede wert - ein paar mickrige Klamotten, Rucksäcke und Mützen, das war's. Ich darf nicht mal die Frisur festlegen, sondern nur aus einer Handvoll Haar- und Augenfarben wählen. Aber sei's drum, ich bin zufrieden mit dem Look meines Avatars und starte das Spiel.