ZDF-Sendung - »Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?«

Der ehemalige GameStar-Redakteur Fabian Siegismund hat sich in einer ZDF-Sendung zum Thema »Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?« eine Diskussion mit der Medienpädagogin Sabine Schiffer geliefert.

von Tobias Ritter,
15.05.2014 12:09 Uhr

In der ZDF-Sendung log in zum Thema »Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?« war unter anderem der ehemalige GameStar-Redakteur Fabian Siegismund vertreten.In der ZDF-Sendung log in zum Thema »Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?« war unter anderem der ehemalige GameStar-Redakteur Fabian Siegismund vertreten.

Am vergangenen Mittwoch, den 14. Mai 2014 ging es bei der ZDF-Sendung log in wieder einmal um das Thema Computer- und Videospiele. Konkret lautete der Titel der Diskussionsrunde: »Ballern, zocken, blechen: Sind Games wirklich nur ein Spiel?«. Zu Gast waren dieses Mal neben dem Gamer, Youtuber und Ex-GameStar-Redakteur Fabian Siegismund auch die Medienpädagogin Sabine Schiffer. Sie übte bereits im Vorfeld massive Kritik an der Games-Industrie und wirft ihr vor, Abzocke zu betreiben und junge Spieler zu verführen.

Viele der Studien, die Auswirkungen von Computerspielen positiv darstellten, seien von der Spieleindustrie finanziert, so Schiffer. Auf die Frage danach, ob Games wirklich nur ein Spiel seien, antwortet sie:

»Nein, hinter Computer-Games steht eine Industrie, die mit Gewaltverherrlichung und Abzocke Unmengen von Geld macht und sich nicht um die gesellschaftlichen Folgen schert.«

Fabian Siegismund hält allerdings mit einer eigenen Antwort auf die Frage dagegen:

»Ja, aber Computerspiele sind noch mehr als das: Sie sind das komplexeste interaktive Kunstwerk, das der Mensch je erschaffen hat.«

Für ausreichend Diskussionsstoff zwischen den beiden Hauptgästen war aufgrund der gegensätzlichen Standpunkte der beiden also bereits vor der Sendung gesorgt. Zusätzlich ihre Meinung einbringen durften im Verlauf der Diskussion zudem Dr. Christoph Möller, der Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hannover, und Dr. Linda Breitlauch, eine Professorin für Game Design an der Fachhochschule Trier. Möller vertritt dabei eher die Meinung der anwesenden Medienpädagogin und vergleicht den Suchtfaktor von Rollenspielen mit dem von Drogen:

»Medienkompetenz beginnt mit Medienabstinenz. Den höchsten Suchtfaktor mit Gehirnreaktionen wie bei Drogenmissbrauch haben Rollengames wie World of Warcraft, Egoshooter- und Counterstrike-Spiele sowie Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiele.«

Linda Breitlauch stärkt hingegen die Position von Fabian Siegismund:

»Computerspiele können intelligenter machen. Sie fordern Denken, Fantasie und Koordinationsvermögen heraus.«

Die komplette Sendung kann einmal als kompakte Version und einmal als vollständige Aufzeichnung auf blog.zdf.de angeschaut werden.

Übrigens: Es ist nicht das erste Mal, dass sich das ZDF in seiner Sendung log in mit dem Thema Games auseinander setzt. Auf die Frage »Sind Games verspielte Lebenszeit?« haben sich im Oktober 2013 etwa bereits der pensionierte Deutschlehrer und Buchautor Friedrich Denk und der bekannte YouTuber LeFloid eine interessante Diskussion geliefert. Auch diese Sendung ist in der ZDF-Videothek auf zdf.de abrufbar.


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