Serious Sam : Die in Rudeln angreifenden Harpyien sind mit konventionellen Waffen wie diesen Colts nur schwer zu erledigen. Die in Rudeln angreifenden Harpyien sind mit konventionellen Waffen wie diesen Colts nur schwer zu erledigen. Manchmal kann der Fortschritt wirklich lästig sein: Während der ersten interstellaren Flüge entdeckt der Mensch das wahre Böse, in Gestalt von »Tah Um«. Dieser Zeitgenosse hat natürlich nichts Besseres zu tun, als gleich zu versuchen, alles und jeden auszurotten. Wie gut, dass da noch der erfahrene Kriegsveteran Sam »Serious« Stone ein Wörtchen mitzureden hat.

Auge um Auge

Serious Sam : Die eigens für das Spiel entwickelte Serious-Engine überschwemmt den Bildschirm geradezu mit Gegnermassen. Die eigens für das Spiel entwickelte Serious-Engine überschwemmt den Bildschirm geradezu mit Gegnermassen. Die Hintergrundstory von Serious Sam unterscheidet sich in puncto Belanglosigkeit nicht vom Großteil der 3D-Shooter. Viel wichtiger ist in diesem Fall die Grafik des Spiels: Die vom kroatischen Entwickler Croteam programmierte »Serious-Engine«, produziert gigantische Levels mit hoher Weitsicht. Besonders auffällig sind neben den sehr feinen Texturen, die sich auch beim Näherkommen nicht in einen Pixelbrei verwandeln, vor allem die klasse Lichteffekte. Doch wo Licht ist, sind auch die hässlichen berechneten Schatten des Protagonisten, die genauso wenig zum guten Grafikeindruck passen, wie das eher unspektakulär designte Waffenarsenal.

Zahn um Zahn

Die Engine kann erstaunliche Massen an Kanonenfutter darstellen. Teils befinden sich Dutzende Kamikaze-Sprinter, Skelett-Stiere oder MG-Skorpione gleichzeitig auf dem Schirm - da werden schnell Erinnerungen an Genre-Opa Doom wach, auch wenn die hiesigen Monster nicht ganz so schrecklich wirken. Neu ist auch der Taschencomputer, der fremde Wesen, Umgebungen, Waffen und dergleichen scannt und Ihnen Informationen darüber liefert.

Ganz in der Tradition klassischer 3D-Shooter beschränken sich die Puzzles größtenteils auf Schalterspielchen. Ihr Gehirn wird also garantiert nicht zu rauchen beginnen, das bleibt auf den mannigfaltigen Waffen vorbehalten. Ob Schrotgewehre, Raketenwerfer oder Minigun - hier wird Feuer mit Feuer bekämpft. Und das nicht zu knapp, denn wie es sich für einen Doom-Erben gehört, ist auch Serious Sam wie eine Schieâude gehalten: Fraggen statt fragen, spaßiges Ballern pur ist das erklärte Spielziel. Waffennarren dürfen sich auch an der zerstörbaren Flora austoben, falls gerade keine Feinde in Sicht sind. Selbstverständlich wird auch die Mehrspielerfraktion nicht vergessen: Neben den üblichen Spielmodi für Netzwerk und Internet soll Serious Sam einen Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler an einem Rechner bieten. (PK)