Windows 10 : Windows 10 ist Gegenstand von Klagen gegen Microsoft in Florida und Israel. Windows 10 ist Gegenstand von Klagen gegen Microsoft in Florida und Israel.

Zum Thema Microsoft Windows 10 ab 7,37 € bei Amazon.de Morgen, am 29. Juli 2016, feiert Windows 10 seinen ersten Geburtstag und Microsoft beendet gleichzeitig die kostenlose Upgrade-Möglichkeit von Windows 7 und Windows 8.1 auf das aktuelle Betriebssystem. Im Laufe der Monate hat Microsoft nach Ansicht mancher PC-Besitzer zu wenig angenehmen und eventuell sogar zu rechtlich bedenklichen Maßnahmen gegriffen, um sie von einem Umstieg auf Windows 10 zu überzeugen.

Im Juni 2016 war Microsoft zu einer Zahlung von 10.000 US-Dollar verurteilt worden, nachdem eine Nutzerin nach einem fehlgeschlagenen Upgrade mit ihrem Rechner nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen konnte. Da eine Berufung teurer gewesen wäre als die Zahlung, hatte Microsoft laut eigener Aussage darauf verzichtet, gegen das Urteil vorzugehen.

Inzwischen reichen aber immer mehr PC-Nutzer in mehreren Ländern eine Klage gegen Microsoft ein. Laut der Seattle Times sind beispielsweise drei Nutzer in Florida der Ansicht, dass die ständigen Hinweise auf das Windows-10-Upgrade unerwünschte Werbung darstellen, damit gegen entsprechende Gesetze verstoßen und vielleicht sogar als unlautere Geschäftspraktik gewertet werden könnten. Auch in Haifa, Israel, wurde eine Klage eingereicht, da hier Windows 10 angeblich ohne Zustimmung der Nutzer auf PCs installiert wurde.

In beiden Fällen wollen die Kläger erreichen, dass das Gericht einer Sammelklage zustimmt, der sich weitere Betroffene anschließen können. Dann könnten die Klagen für Microsoft recht teuer werden. Ein Anwalt der Kläger geht schon jetzt davon aus, dass Microsoft bei einer Verurteilung den Kunden eine zweistellige Millionensumme als Schadensersatz bezahlen muss. Microsoft selbst hat in einer Stellungnahme erklärt, dass man der Ansicht sei, die Klagen seien unbegründet. Man sei daher zuversichtlich, sich vor Gericht durchsetzen zu können.

Quelle: Seattle Times