Windows 10 statt Windows 9 : Windows 10 kann bei Abfragen nach »Windows 9*« nicht mit Windows 95 oder Windows 98 verwechselt werden. Windows 10 kann bei Abfragen nach »Windows 9*« nicht mit Windows 95 oder Windows 98 verwechselt werden.

Update: Der Windows-Marketing-Chef Tony Prophet wurde auf der Dreamforce-Konferenz in San Francisco laut Business Insider erneut gefragt, was eigentlich mit Windows 9 passiert sei. Seine Antwort: »Es kam und es ging«. Auch Prophet betont, dass es sich bei Windows 10 um mehr handelt als nur einen kleinen Schritt von Windows 8.1. Die Fehler, die man bei Windows 8 gemacht habe, wolle man mit dem neuen Betriebssystem nicht wiederholen. Trotz 1,24 Milliarden Stunden Testzeit und viel Feedback habe Microsoft damals nicht auf die Ansichten der Nutzer gehört, obwohl Windows 8 schon vor der Veröffentlichung als »das nächste Vista« bezeichnet wurde.

Die Technical Preview soll auch dabei helfen, die Wünsche von Unternehmen zu berücksichtigen. »Windows 10 soll das beste Betriebssystem für Unternehmen werden. Das ist anfangs unser Fokus“, so Prophet. Nun nutzen eine Million Nutzer die Technical Preview als Windows Insider und Microsoft hört laut Prophet genau hin, was sie zu sagen haben.

Originalmeldung: Bei der Präsentation von Windows 10 machte Microsoft einige Scherze darüber, wie das neue Windows wohl heißen könnte. Windows One käme trotz Dingen wie OneDrive oder der Xbox One beispielsweise nicht in Frage, da es Windows 1.0 ja schon gegeben hätte. Dazu wurde sogar ein Bild von Bill Gates mit einer entsprechenden Diskette gezeigt. Doch ein wirklich überzeugender Grund für die Wahl von Windows 10 wurde nicht genannt und so musste Terry Myerson auch betonen, dass es sich bei dieser Bezeichnung nicht mehr um einen Scherz handelt.

Bei Reddit hat sich nun aber ein Nutzer gemeldet, der laut eigenen Angaben ein Entwickler bei Microsoft ist und einen intern als Gerücht verbreiteten Grund nennt, warum es kein »Windows 9« geben wird. Anscheinend gibt es noch sehr viel Software von Drittanbietern, die prüft, ob das laufende Betriebssystem Windows 95 oder Windows 98 ist und dafür in der Versionsbezeichnung nach »Windows 9*« sucht. Mit dem Stern als Platzhalter für jegliche Symbole würde so auch Windows 9 als Windows 95 oder Windows 98 identifiziert, was dann natürlich Probleme mit sich bringt. Interne Tests hätten ergeben, dass diese Art der Abfrage immer noch so weit verbreitet ist, dass Microsoft das nicht ignorieren konnte. Die einfachste Art, das Problem zu umgehen, sei der Verzicht auf die Bezeichnung Windows 9 gewesen.

Ähnliche Probleme mit Abfragen sind der bekannte Jahr-2000-Fehler, bei dem nur die beiden letzten Stellen der Jahreszahl abgefragt werden und so bei »00« kein Unterschied zwischen dem Jahr 1900 und 2000 besteht. Selbst Intel musste beim Pentium 4, der nach der P6-Serie mit dem Code 6 und dem Itanium-Prozessor mit dem Code 7 eigentlich den Code 8 hätte erhalten müssen, einen gewaltigen Sprung auf Code 15 vornehmen.

Damals war der Grund das Microsoft-Betriebssystem Windows NT 4.0, das nur drei Bits des Codes abfragte und so bei einem Prozessorcode 8 statt binär 1000 nur 000 erhalten hätte. Ein Prozessorcode 0 brachte Windows NT 4.0 allerdings vollkommen durcheinander und so entschied sich Intel für den Code 15, binär 1111, für Windows NT aber nur ein 111 und damit der Prozessorcode 7. So gesehen erscheint das Szenario der Verwechslung von Windows 9 mit Windows 95 oder 98, dem Microsoft ausweichen wollte, durchaus denkbar.

Eins für alle: Mit Windows 10 sollen die Betriebssystem-Grenzen zwischen verschiedenen Geräten wie Smartphones, Tablets und dem klassischen Desktop-PC verschwinden.