Windows 7 : Windows 7 könnte laut Microsoft bald zu Problemen und weniger Sicherheit führen. Windows 7 könnte laut Microsoft bald zu Problemen und weniger Sicherheit führen.

Zum Thema Windows 7 ab 9 € bei Amazon.de In einem Interview mit Windows Weekly hat Chris Capossela, der Marketing-Leiter von Microsoft, davor gewarnt, das noch immer marktführende Betriebssystem Windows 7 auch in Zukunft noch zu verwenden. Laut Capossela könnte das Risiken mit sich bringen, die die Nutzer dann »auf eigene Gefahr« eingehen würden.

»Wir machen uns Sorgen, wenn Leute ein Betriebssystem verwenden, dass 10 Jahre alt ist und dann der nächste Drucker, den sie kaufen, nicht mehr so gut funktioniert. Oder sie kaufen ein neues Spiel, sie kaufen Fallout 4, ein sehr populäres Spiel, und es funktioniert nicht mehr auf einem Haufen alter Rechner«, so Capossela. Microsoft arbeite außerdem mit unabhängigen Software-Entwicklern und Hardware-Partnern daran, dass »großartige neue Dinge, die Windows 10 ausnutzen«, entstehen und das lasse »das alte Zeug« schlecht aussehen. »Ganz zu schweigen von Viren und Sicherheitsproblemen.« Microsoft wolle die Fragmentierung von Windows über verschiedene Versionen beenden und die Nutzer so an einen »sicheren Ort« führen.

Diese Aussagen haben nun zu einer recht heftigen Kritik bei Forbes geführt. »Es gibt nur ein Problem mit Caposselas Behauptungen: sie sind kompletter Müll.« Windows 7, das noch bis 2020 Support von Microsoft erhält, sei nicht weniger sicher als Windows 10 und auch nicht weniger kompatibel zu neuer Hard- und Software. Der höhere Marktanteil von Windows 7 sorge stattdessen eher dafür, dass die Entwickler mehr Wert darauf legen, dass Windows 7 unterstützt wird. Außerdem sei die Fragmentierung von Windows nur für Microsoft ein Problem, da man dort eine Milliarde Windows-10-Rechner in zwei bis drei Jahren nach Veröffentlichung erreichen wolle. Dieses Ziel sei auch der Grund für die Aussagen von Capossela.

In dem Interview hatte der Microsoft-Manager erklärt, dass Microsoft alles dafür tun müsse, damit auf Rechnern, auf denen Windows 10 laufen kann, auch wirklich Windows 10 installiert wird - auch wenn das bedeute, dass man manchen Nutzern »einen Stoß« geben müsse, der vielleicht für Ärger sorge. »Wir wollen niemanden verärgern, aber für fühlen uns verantwortlich dafür, die Leute zu einem besseren Ort zu führen und Windows 10 ist ein viel besserer Ort als Windows 7. Wir werden immer einen Ausweg lassen, aber wir versuchen, die richtige Bedrohungs-Balance zu finden.«

Mit dem Wort Bedrohungs-Balance (threat balance) scheint Capossela wohl die oft kritisierten Maßnahmen zu meinen, die Windows-Nutzer zu einem Upgrade auf Windows 10 »überreden« sollen. Allerdings warnt er auch nur davor, ein 10 Jahre altes Betriebssystem zu verwenden und Windows 7 erreicht diesen Punkt ohnehin erst im Herbst 2019.

Quelle: Forbes