Microsoft : Leitet Microsoft mit dem Kauf von Nokia das Ende der bisherigen Strategie bei Windows ein? Leitet Microsoft mit dem Kauf von Nokia das Ende der bisherigen Strategie bei Windows ein?

Laut einem Artikel auf Slate hat Microsoft mit der Übernahme von Nokia eines verdeutlicht: das Ende von Windows. Eine Kombination aus Steve Jobs mit Apple, Linus Torvalds mit Linux und Larry Page sowie Sergey Brin von Google hätten es nach Jahrzehnten nun geschafft, die Windows-Ära zu beenden. Microsoft wolle mit der Übernahme von Nokia Hard- und Software aus einer Hand und damit bessere Produkte anbieten, aber das sei genau das Gegenteil der bisherigen Windows-Strategie.

Die basiere auf der Ansicht von Bill Gates, dass Hardware unwichtig sei, denn wer einen Windows-PC bedienen könne, könne jeden Windows-PC bedienen. Mobile Geräte hätten das jedoch geändert, denn nun käme nicht nur die Hardware selbst ins Spiel, sondern auch das Design. Apple habe bewiesen, dass man mit Hardware genau so viel Profit erzielen könne, wie mit Software. Gleichzeitig habe das auf Linux basierende und kostenlose Android dafür gesorgt, dass das Betriebssystem für mobile Geräte keine Profite mehr abwirft.

Es gäbe in Zukunft daher nur noch zwei Möglichkeiten, Geld zu verdienen: wie Google mit kostenloser Software und Werbung oder mit einem aufeinander abgestimmten Produkt aus Hard- und Software wie Apple, aber nicht mehr mit Software alleine. Wenn Software an sich nur noch billige Massenware sei, dann sei Windows tot, so der Artikel.

Windows 1.0 (1985)
Mit Windows 1.0 startete Microsoft seinen Versuch, einen grafischen Aufsatz für MS-DOS zu etablieren. Überlappende Fenster gab es aber erst ab Windows 2.0 von 1987.