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Verwirrende Speicherkarten - Google erklärt Verzicht auf SD-Slot bei Nexus-Geräten

Googles Nexus-Geräte erfreuen sich großer Beliebtheit, auch wenn ein Kritikpunkt bei allen Nexus-Modellen weiterhin bleibt: Google verzichtet konsequent auf einen SD-Slot. Nun erklärt das Unternehmen den Grund dafür.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 31.10.2012 ; 16:11 Uhr


Verwirrende Speicherkarten : Schnelle Betriebssystem-Updates, keine störenden Herstelleroberflächen, faire Preise und eine zumeist hohe Verarbeitungsqualität zeichnen Googles in Zusammenarbeit mit verschiedenen Herstellern produzierten Nexus-Geräte aus. Nur ein Kritikpunkt zieht sich durch die gesamte Produktpalette: Der Speicher der Geräte ist nicht durch SD-Karten erweiterbar, da Google konsquent auf einen SD-Slot verzichtet.

Das hat allerdings laut Google einen einfachen Grund: »Speicherkarten verwirren die Nutzer« heißt es von Mathias Duarte bei Google+. Laut Duarte findet zwar jeder Nutzer die Idee der Speichererweiterung per SD-Karte praktisch, letzten Endes verwirren die Karten den Anwender aber nur. Duarte, bei Google für die Android-Entwicklung mitverantwortlich, glaubt, die Suche nach gespeicherten Inhalten würde bei zusätzlich per SD bereitgestelltem Speicher zu unübersichtlich. Außerdem verfügen die Nexus-Geräte über ausreichend Speicherkapazität um keine Speichererweiterung per micro-SD zu benötigen. Dazu kommen laut Duarte die Möglichkeiten der Cloudspeicherung, bevorzugt selbstverständlich bei Googles eigenen Diensten.

Dass der Verzicht auf SD-Slots auch andere Gründe haben kann ist offensichtlich: Google und die Fertigungspartner verdienen an jedem Speicherupgrade vergleichsweise viel Geld. So fallen beim Nexus 10 immerhin 100 Euro Mehrkosten für 16 Gigabyte Speicher (399 Euro zu 499 Euro bei den Versionen mit 16 und 32 Gigabyte) an. Ein bereits auf internen Samsung-Dokumenten verzeichnetes Modell mit 64 Gigabyte dürfte ebenfalls weitere 100 Euro zusätzlich kosten - obwohl der verbaute Speicher nur einen Bruchteil davon kostet.

Einen anderen Grund nennt das Magazin c't in seiner aktuellen Ausgabe: Seit Android 2.3 lässt sich der zusätzlich per SD angebundene Speicher aufgrund einer etwas unglücklichen Ansteuerung nur sehr eingeschränkt nutzen - und als reinen Video- und Musikspeicher sehen offenbar nicht alle Nutzer die SD-Karte. Die Tatsache, dass auf der Speicherkarte so gut wie keine Apps ausgelagert werden können verwirrt den Nutzer allerdings tatsächlich.

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Avatar Flynix
Flynix
#1 | 31. Okt 2012, 16:28
Optional ist das Zauberwort. Wen die Möglichkeit eine SD-karte nach zu rüsten verwirrt, kann dies ja sein lassen. Ich möchte allerdings selbst die Wahl haben ob mich diese Möglichkeit verwirrt. Immer diese Bevormundung. Nein noch schlimmer ist das einem genau diese so verkauft wird als möchte man mir eine Last abnehmen oder gutes tun. Leider zieht das nicht so ganz weil ich mir für blöd verkauft vorkomme.
Das Ganze gilt übrigens für alle Bereiche wo einem Einschränkungen als Feature angepriesen werden. Es könnte mich ja verwirren. Schlimm diese Entwicklung.
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Avatar Deville.
Deville.
#2 | 31. Okt 2012, 16:32
Wenn es einem "verwirrt" kann man es ja getrost ignorieren...
Für mich wäre mein Handy ohne 64Gb Karte recht nutzlos. Und sobald es 256GB Karten gibt kann endlich der mp3-Player in Rente geschickt werden.
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Avatar Kater.xD
Kater.xD
#3 | 31. Okt 2012, 16:38
Auch, wenn ich aktuell nicht mehr als 16GB am Handy nutze, will ich das aber vielleicht in einem Jahr. Eigentlich dachte ich auch an ein Nexus als nächstes Handy - aber wenn die die selbe Masche wie Apple abziehen, dann wohl besser nicht.
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Avatar Fred
Fred
#4 | 31. Okt 2012, 16:39
Hier ist wohl eher Duarte geistig verwirrt.
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Avatar IchWerSonst
IchWerSonst
#5 | 31. Okt 2012, 16:41
Die müssen schon die Konsumer für ziemlich blöd halten, wenn sie mit solch billigen Begründungen daher kommen.
Das wundert mich aber bei Google nicht, das Unternehmen ist in den letzten Jahren immer unsympathischer und arroganter geworden.
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Avatar Zeboo
Zeboo
#6 | 31. Okt 2012, 16:42
Es geht darum, dass Google Lizenzen an M$ zahlen müsste. Wer damit ein Problem hat, kauft ein anderes Android, es gibt mehr als Genug Android Smartphones. Man muss sich nicht mal so künstlich aufregen.

Edit: Ja genau Fanboys und Trottel, gibt mir mehr rote Daumen.

http://www.golem.de/news/google-speicherka rtensteckplatz-verwirrt-zu-sehr-1210-95436.htm l

Warum versuche ich eigentlich immer Vollidioten Sachen zu erklären.
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Avatar Jesus86
Jesus86
#7 | 31. Okt 2012, 16:45
Völlig richtig - immer wenn ich eine Speicherkarte in mein Smartphone einlege laufe ich ständig gegen Wände oder liege hilflos auf dem Rücken und strampele mit meinen Gliedmaßen in der Luft.
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Avatar Neumi
Neumi
#8 | 31. Okt 2012, 16:47
ALso Kosten einsparen und es damit begründen, dass die Kunden verwirrt sind. Das ist ja mal ganz was Neues.
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Avatar indirektor
indirektor
#9 | 31. Okt 2012, 16:47
ich bin auch immer völlig verwirrt, wenn ich bei meiner Digi-Cam die SD-Karte wechsle. Danach sitze ich völlig perplex und apathisch in einer Ecke und begreife die Welt nicht mehr.

Aber Spass beiseite. Anscheinend hat Google die Ansicht, alle Nutzer ihrer Produkte seien zu dumm um SD-Karten zu benutzen. Tja, was solls, braucht ja eigentlich eh keiner.
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Avatar Silverhawk170485
Silverhawk170485
#10 | 31. Okt 2012, 16:51
Zitat von Kater.xD:
Auch, wenn ich aktuell nicht mehr als 16GB am Handy nutze, will ich das aber vielleicht in einem Jahr. Eigentlich dachte ich auch an ein Nexus als nächstes Handy - aber wenn die die selbe Masche wie Apple abziehen, dann wohl besser nicht.


Das ist leider bei nahezu jedem aktuellen Smartphone so, egal ob IPhone, Google, Samsung, Sony, HTC etc..

Klar, dass die es so machen. Sonst könnte ja jeder die günstigste Variante mit der niedrigsten Speicherkapazität kaufen und mit einer günstigen Speicherkarte nachrüsten.

Richtig dreist ist es beim HTC Mozart, wo innen tatsächlich eine Speicherkarte in einem Slot steckt, dieser aber so verbaut ist, dass man auf normalem Wege nicht rankommt. Es gibt im Internet Anleitungen wie man das Gerät auseinanderbauen kann, um die Karte gegen eine Größere austauschen zu können. Wenn man aber am Gerät rumschraubt hat das zur Folge, dass die Garantie flöten geht. Die Schrauben sind mit Aufklebern so versiegelt, dass man die Siegel zwangsweise beschädigt, wenn man vor hat das Gerät auseinanderzubauen. Man sieht dann sofort, dass daran rumgebastelt wurde. Wenn darüber hinaus bei der umfangreichen Auseinander- und Zusammenbauaktion etwas kaputt oder ein Kleinteil verloren geht, hat man natürlich die Bescherung ... mal davon abgesehen, dass auch Staub hinter das Display gelangen kann weil man zu Hause in der Regel keinen hundertprozentig sterilen Raum hat.
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