Streit zwischen Apple und Microsoft : SkyDrive ist ein Cloud-Speicherdienst von Microsoft, der beispielsweise im neuen Windows 8integriert ist, aber auch mit anderen Betriebssystemen wie iOS mit entsprechenden Apps genutzt werden kann. Der vorhandene Speicherplatz bei SkyDrive kann gegen monatliche Gebühren erhöht werden. Genau das ist nun ein Problem zwischen Apple und Microsoft. Wird dieses Abonnement nämlich über eine iOS-App abgeschlossen, so verlangt Apple einen Anteil von 30 Prozent an den monatlichen Gebühren, die dann immer über das App-Store-Konto des Kunden abgerechnet werden, egal wie der Kunde das Gekaufte dann tatsächlich nutzt.

Microsoft hingegen steht auf dem Standpunkt, dass SkyDrive nicht an iOS gebunden ist, da der Speicherplatz von vielen verschiedenen Systemen aus genutzt werden kann und daher die Gebühren auch bei einer reinen Windows-Nutzung anfallen würden. Apple hat wegen der Zahlungsverweigerung von Microsoft jedes weitere Update der vorhanden SkyDrive-App abgelehnt und sperrt seitdem sogar Updates für Apps von Dritt-Anbietern, die eine SkyDrive-Nutzung ermöglichen. Ein Angebot von Microsoft, die Zahlungsfunktion aus der iOS-App zu entfernen und so das Problem zu lösen, hat Apple ebenfalls zurpckgewiesen.

Laut AllThingsD geht es bei dem Streit auch nicht wirklich um SkyDrive und die wohl eher geringeren Umsätze für SkyDrive-Abos unter iOS, schließlich bietet Apple auch selbst eine Cloud an. Größere Bedeutung hat, dass Microsoft im Jahr 2013 auch eine Office 365-App anbieten will. Auch hier gibt es ein Abo-Modell, das aufgrund der enormen Bedeutung von Microsoft Office natürlich wesentlich mehr Einnahmen erwarten lässt. Sollte sich Apple mit seinen Regeln durchsetzen, müsste Microsoft für alle Nutzer, die ein Office-Abo über iOS abschließen, 30 Prozent Umsatzbeteiligung bezahlen, obwohl das Office-Paket hauptsächlich unter Windows verwendet wird.