Google Chrome : Erweiterungen für Google Chrome müssen ab Mitte Juli deutlich über die Verwendung von Daten informieren. Erweiterungen für Google Chrome müssen ab Mitte Juli deutlich über die Verwendung von Daten informieren.

Google hat eine neue User Data Policy angekündigt, die in rund drei Monaten in Kraft treten soll. Ab Mitte Juli 2016 müssen Entwickler, die eine Erweiterung für den Browser Chrome veröffentlichen, neue Regeln zum Sammeln, Übertragen und Speichern von privaten Informationen der Nutzer befolgen. So müssen die Daten beispielsweise verschlüsselt werden und die Entwickler müssen die Nutzer der Erweiterungen darüber informieren, wie ihre Daten verwendet werden.

Dazu gehört auch, dass die Entwickler deutlich darauf hinweisen müssen, wenn eine Erweiterung sensible Daten sammelt, die nicht direkt mit einem wichtigen Feature der Erweiterung im Zusammenhang stehen. Aktuell gibt es beispielsweise Erweiterungen, die das Design beliebter Social-Media-Webseiten verändern können, aber im Hintergrund die Freundesliste auslesen und die Daten für eigene Zwecke verwenden oder im schlechtesten Fall an Dritte verkaufen.

Das ist nach den neuen Regeln nur noch nach einem deutlichen Hinweis darauf erlaubt. Allerdings wird es auch weiterhin die Möglichkeit geben, anonymisierte Daten über die Nutzung einer Erweiterung zu sammeln, auch wenn darauf nur etwas versteckt in den allgemeinen Nutzungsbedingungen hingewiesen wird.

Die neuen Regeln dürfte aber dafür sorgen, dass es weniger Erweiterungen gibt, die ohne Wissen der Nutzer teils private Daten sammeln und weitergeben. Google will so auf eine Weise, die den Wünschen und Erwartungen der Chrome-Nutzer entspricht, für mehr Transparenz sorgen. Nach dem Stichtag 14. Juli 2016 will Google alle Erweiterungen, die nicht der neuen User Data Policy folgen, aus dem Chrome Web Store entfernen. Erst nach einer entsprechenden Überarbeitung können entfernte Erweiterungen wieder angeboten werden.

Quelle: Google