Amazon nach der Twitch-Übernahme : Steam könnte laut Spekulationen für Amazon interessant sein. Steam könnte laut Spekulationen für Amazon interessant sein.

Nachdem Amazon und nicht etwa Google den Streaming-Dienst Twitch übernommen hat, gibt es Spekulationen darüber, wie das Unternehmen seine Position in der Spielebranche weiter ausbauen könnte. Laut einem Artikel auf Paymentweek, einem Wirtschaftsmagazin, könnte anhand der bisherigen Vorgehensweise von Amazon nun eventuell Valve und deren digitale Vertriebsplattform Steam auf dem Einkaufszettel stehen. Amazon habe sich Schritt für Schritt vom Verkäufer von physischen Medien zum Anbieter digitaler Inhalte weiterentwickelt. Der Online-Händler trete mit eigenen Streaming-Diensten nun gegen Branchengrößen wie Netflix und YouTube an und sei im Bereich der Bücher und E-Books bereits dominant. Sogar eigene Fernsehserien und Filme produziert Amazon inzwischen.

Doch was Spiele angeht, sei das Angebot von Amazon bislang schlecht. Der Kauf von Twitch würde aber belegen, dass Amazon sich für diesen Bereich interessiere. Die Analyse der Streams von Spielern werde Amazon zeigen, wofür sich Gamer interessieren und welche Spiele aus welchen Gründen besonders erfolgreich sind. Diese Informationen wären für den Verkauf von Spielen sehr wertvoll und so könne Amazon entweder damit beginnen, eine eigene Vertriebsplattform für Spiele aufzubauen oder aber eine bereits existierende und erfolgreiche Plattform wie Steam aufkaufen.

Dann wäre Amazon laut dem Artikel der Platz für Gamer, an dem Spiele gekauft und verkauft, gespielt und gestreamt werden und an dem über Spiele geredet wird. Amazon könnte so im Gaming-Bereich ebenso dominant werden, wie das bereits im Bereich der Bücher der Fall ist. Der Artikel geht allerdings nicht darauf ein, ob Valve, das mit großer Wahrscheinlichkeit schon viele entsprechende Angebote erhalten haben dürfte, überhaupt daran interessiert ist, übernommen zu werden. Immerhin arbeitet das Unternehmen auch daran, über Steam selbst Filme und Musik anzubieten und damit zum Amazon-Konkurrenten zu werden.

Unsere Galerie zeigt den Werdegang von Steam – vom Serverbrowser für Counter-Strike hin zur wichtigsten Online-Plattform für PC-Spiele. (Bild: DiglidiDudeNG, Deviantart.com)