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Filmkritik zu Shutter Island

Filmkritik zum neuen Scorsese-Thriller

Beim aktuellen Kinofilm Shutter Island arbeiten Hollywood-Star Leonardo DiCaprio und Regie-Legende Martin Scorsese erneut zusammen. Doch bleibt das Erfolgsteam Garantie für einen guten Film?

Von Christian Mester |

Datum: 26.02.2010


Das Setting erinnert an The Suffering, die Thematik ein wenig an Sanitorium. Shutter Island ist ein ungewöhnliches Konzept für einen Regisseur wie Martin Scorsese, der mit realen, authentisch wirkenden Filmen wie Taxi Driver, Goodfellas und Casino berühmt wurde.

Shutter Island : Ein Thriller mit womöglich übernatürlichen Phänomenen scheint folglich fernab alledem zu sein, was der Mann ansonsten gemacht hat. Ein Grund mehr, weshalb sein düsteres Werk Shutter Island mit großer Spannung erwartet wurde.

Nachdem er in jungen Jahren bevorzugt auf Robert De Niro setzte, hat Scorsese in Leonardo DiCaprio einen neuen Lieblingsdarsteller gefunden. DiCaprio, der nach Titanic erst einmal lange Zeit nur als der tragische Mädchenschwarm verschrien war, hat sich in den letzten Jahren zu einem der besten Darsteller seiner Generation gemausert.

Mit einer konsequent großartigen Projektwahl und tollen Regisseuren und Co-Stars spielte sich der ehemalige Hollywood-Beau würdig nach oben. Seine Rolle im neuen Scorsese ist eine besonders fordernde, vielleicht sogar seine bislang größte Herausforderung.

Die Handlung

Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) ist ein vom Leben gezeichneter US Marshall und Ex-Soldat, der im Jahre 1954 einen ungewöhnlichen Fall annimmt. Zusammen mit einem abgebrühten Kollegen (Mark Ruffalo) besucht er die abgeschlossene Insel Shutter Island, auf der es eine Hochsicherheitsanlage für besonders gefährliche, geistig verwirrte Menschen gibt. Der Direktor der Anstalt (Ben Kingsley) ist verzweifelt. Eine Patientin verschwand spurlos aus ihrer Sicherheitszelle und wurde nicht mehr wieder gefunden.

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Shutter Island

Nachdem Daniels den Fall zunächst relativ schnell zu den Akten legen und wieder gehen will, bricht ein großer Hurrikan aus, der ihm die frühe Rückreise verwehrt. Gezwungen, noch länger dort zu bleiben, forscht er weiter und kommt alsbald einem Geheimnis auf die Spur, das sein Leben und das seines Partners bedroht. Inmitten der Geistesgestörten fängt er dann auch noch an, schaurige Visionen zu bekommen, die ihn allmählich an seinem Verstand zweifeln lassen.

Spinner sind immer Gewinner

Shutter Island bringt viel Potenzial mit: Eine abgeschiedene Insel, die bis auf einen kleinen Ableger nur von steilen Klippen umgeben ist; eine fragwürdige, bewaffnete Wärtermannschaft, ein zwielichtiger Gefängnisdirektor, eine ganze Schar irrer Mörder – das kann eigentlich nur funktionieren. Und tut es auch, denn von Anfang an wird die Insel als unheilvoller Ort inszeniert, der echte Gänsehaut verursacht und unentwegt bedrohlich wirkt. Zusammen mit DiCaprios Charakter wundert man sich über die unheimliche Einrichtung, über die vermeintlich freundlichen Scharlatane des Vorstands und ist gebannt von der gruseligen Grundstimmung.

» Trailer zu Shutter Island im großen Player sehen

Inmitten des schaurigen Thrillers, der bis zum Ende immer packend und überraschend bleibt, glänzt vor allem DiCaprio. Sein Streifzug fasziniert, berührt und lässt mitfiebern. Sein Fall ist ein fesselndes Abenteuer, das zudem recht intelligent aufgebaut ist und es nie auf billige Schocks zurückgreifen muss. Anstatt auf Blut- und Buh!-Momente zu setzen, lullt Scorsese sein Publikum lieber mit schleichender Spannung und der Frage ein, wie man selbst wohl an Teddys Stelle reagieren würde. Ebenso toll: die stark besetzen Nebenrollen. Jackie Earle Haley, der Rorschach aus Watchmen und Freddy aus dem kommenden Nightmare-Remake, überzeugt durchweg – Hollywood-Legend Ben Kingsley sowieso.

Wirre Entwirrungen:

Dass der Filme großartig gemacht und gespielt ist, wird kaum einer bestreiten können, allerdings kann es durchaus passieren, dass einige Elemente nicht gefallen wollen. Da wäre der sehr eigensinnige Soundtrack, der mit düsteren, unüblichen Klängen schnell nerven kann. Einige Rückblicke und Visionen sind zum Teil sehr ausufernd und hätten eventuell kürzer gefasst sein können. Sie nehmen einen beachtlichen Teil der Handlung ein und auch wenn sie alle wichtig sind und Teddy und seinen Fall ins bessere Licht rücken, erscheint es teilweise etwas forciert und überladen.

Fazit

Christian Mester (bereitsgesehen.de): Ein atmosphärisch dichter Thriller, meisterhaft inszeniert und hervorragend gespielt. Der Besuch auf Shutter Island fesselt und unterhält, wie es nur wenige Filme in den letzten Jahren konnten.

Kinokritik in Kooperation mit bereitsgesehen.de.

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Avatar The One Avatar
The One Avatar
#1 | 26. Feb 2010, 15:49
Hm mal schauen ob mich ein Film nach dem grandiosen Avatar wieder so fesselt. (Immerhin konnte ich Avatar 3 mal hintereinander schauen, ohne das mich irgend eine Stelle gelangweilt hätte.)
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Avatar Kerigir
Kerigir
#2 | 26. Feb 2010, 16:13
hm scheint ein Film mit Story zu sein. Hoffentlich wirds spannend und nicht wie bei Avatar. Da waren nur die Effekte gut und die Story verdammt schlecht.
Hups hab ich mich unbeliebt gemacht?^^
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Avatar Fred12
Fred12
#3 | 26. Feb 2010, 16:22
klingt auf jedenfall spannend mit guter story...könnte ein richtiger Kracher werden!
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Avatar pti4ka
pti4ka
#4 | 26. Feb 2010, 16:46
Der Leuchturm auf dem Cover steht in Warnemünde in Rostock :) und ich wohne da :D
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Avatar Laflamme
Laflamme
#5 | 26. Feb 2010, 17:01
Habe die erste Stunde vom Spiel zum Film gespielt und war nicht sonderlich begeistert. Habe dann von mehreren Usern gelesen daß das Spiel mitten in der Handlung unlogisch aufhört. Beginnen tut es auf dem Friedhof im Sturm, wo man sich Zugang zu einer Krypta verschaffen soll und dann dort Licht anmacht.

Fragen dazu: Beginnt der Film auch so? Und, sollte ihn schon einer gesehen haben, bitte schickt mir doch eine Nachricht hier auf der Seite wie der Film ausgeht (Spoiler ausdrücklich erwünscht, aber bitte persönlich, nicht hier im Forum). Danke im Voraus!
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Avatar The One Avatar
The One Avatar
#6 | 26. Feb 2010, 17:06
Zitat von Kerigir:
hm scheint ein Film mit Story zu sein. Hoffentlich wirds spannend und nicht wie bei Avatar. Da waren nur die Effekte gut und die Story verdammt schlecht.
Hups hab ich mich unbeliebt gemacht?^^


Nö Story ist nix neues, dafür umso perfekter verpackt. Und ehrlich einen Plot der erst zum Ende hin (ta ta tam tam) aufgelöst wird, ist sehr viel langweiliger zum "wiederschauen" als wenn man eh schon am Anfang weiss wies ausgeht. P.S. Star Wars und HdR haben auch billige, vorhersehbare Storys.
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Avatar Worldwideweb
Worldwideweb
#7 | 26. Feb 2010, 17:10
lohnt sich auf jeden fall, die musik fand ich jetzt nicht allzu nervig, aber die story war genial...
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Avatar saRoxx
saRoxx
#8 | 26. Feb 2010, 17:22
hab das buch gelesen. es ist allerdings eher psychothriller als mysteriethriller. fesselnde story und unerwartetes ende :-)
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Avatar Snoot
Snoot
#9 | 26. Feb 2010, 17:29
Also wer " The sixth Sense" mag wird ihn lieben. Ich fand den Film echt klasse. War seit langem mal wieder n richtig gut gemachter Film, wo man auch bissl mitdenken muss.
Aber Avatar war immernoch der Knaller schlechthin. 2 x in 3D und keine Sekunde Langeweile.
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Avatar FireBird74
FireBird74
#10 | 26. Feb 2010, 17:35
Ich fand ihn tot langweilig und ich kannte das Buch nicht, nach ~45min. wusste ich schon wie er dann tataaa ausging. Nicht 100% aber es hats dann doch getroffen.
Außerdem hat man ständig das Gefühl - den Film hab ich doch schon mal gesehen, irgendwie andere Schauspieler aber den kenn ich.... Blöd für so nen Thriller irgendwie.

Was mich aber viel mehr gestört hat war die total billig Produktion des Streifens. Ständig sieht man das es Studioaufnahmen sind wo hinten ein Wald reingebaut ist oder die Klippen oder was auch immer. Z.B. die Scene mit der Höhle in der Klippe gegen Ende, ich dachte das ist ne alte StarTrek Folge mit Pappmaschewänden und der ruft gleich 3 Mann zu beamen.

Naja es war einfach so null mein Film, den fand ich ungefähr so unterhaltsam und interessant wie Babylon mit Vin Diesel. *yaahm* Aber meinen 4 Mitbesuchern hat er auch toll gefallen, soll auch vorkommen ;-)
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