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Filmkritik zu Wolfsbrüder

Ein reales Dschungelbuch in Spanien

Große Kinokunst, mit schönen Bildern: Im Spanien der 50er Jahre lernt der kleine Marcos ohne Menschen in der Natur zu überleben und freundet sich mit einem Wolf an.

Von Anne Facompre |

Datum: 06.06.2012


Zum Thema » Featurette zu Wolfsbrüder Der wahre Marcos » Filmkritiken auf Gamestar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Nachdem Hollywood in den letzten Wochen einige Blockbuster auf die deutschen Leinwände gebracht hat, sieht es diese Woche erst mal erschreckend mau aus. Alleine StreetDance 2 aus Großbritannien zielt auf ein breites Publikum. Der ist allerdings so öde, dass wir ihn Ihnen ersparen wollen.

Daher mal ein anderer Kinotipp, der es aber zweifellos verdient hat: Wolfsbrüder. Ein Film, der gänzlich ohne Actioneffekte oder bekannte Schauspieler auskommt. Stattdessen inszeniert der spanische Regisseur Gerardo Olivares die wahre Geschichte des Hirtenjungen Marcos mit schönen Bildern und einem begabten kleinen Hauptdarsteller. Das Ergebnis ist sicherlich kein Blockbuster, aber ein netter Naturfilm, den man sich ruhig mal angucken kann. Und besser als StreetDance 2 ist er allemal.

Die Story

Es ist das Jahr 1954. Die Familie des siebenjährigen Marcos lebt in ärmlichen Verhältnissen. Er und sein Bruder werden von der Stiefmutter regelmäßig verprügelt. Aus Geldnot verkauft sein Vater den Jungen an einen Großgrundbesitzer. Marcos soll dem alten Hirten Atanasio dabei helfen, in den abgeschiedenen Bergen Ziegen zu hüten.

Die beiden residieren in einer Höhle, ohne jeglichen Kontakt zur Gesellschaft. Marcos lernt, in der Natur zu überleben. Atanasio bringt ihm bei, wie man Kaninchen fängt, sich mit den Wölfen gut stellt und bei Verletzungen Heilkräuter anzuwenden. Hier fühlt der Junge sich wohl und blüht regelrecht auf. Doch dann stirbt der alte Hirte und Marcos bleibt alleine in der Wildnis zurück. Auf sich alleine gestellt, kämpft er zunächst mühsam ums Überleben, doch dann freundet er sich mit einem jungen Wolf an, den er liebevoll Lobito nennt.

Wolfsbrüder
Der kleine Manuel Camacho ist ein Laiendarsteller aus der gleichen Provinz wie der echte Marcos.

Die beiden teilen ihre Beute und Marcos pflegt Lobito gesund, als er angeschossen wird. Als die Männer des Großgrundbesitzers von dem Tod Atanasios erfahren, versteckt Marcos sich. Er will nicht mehr in die Gesellschaft zurück. Und so wächst er in der Wildnis mit den Wölfen auf, bis er mit zwanzig Jahren als junger Mann von der Polizei aufgegriffen und zurück in die Zivilisation gebracht wird.

Based on a true Story

Wolfsbrüder basiert auf der Lebensgeschichte des Spaniers Marcos Rodrígues Pantoja, der als Kind und Jugendlicher 12 Jahre in der Wildnis lebte, ohne zu Menschen Kontakt zu haben. Auch heute noch blickt Pantoja gerne auf diese Zeit zurück, nennt sie die beste seines Lebens. In der letzten Szene des Films spielt er sich selber, wie er als alternder Mann an den Schauplatz seiner Jugend zurückkehrt und die Nachfahren seines Lobitos besucht.

Bis heute hat er sich den Kontakt zu den Wölfen bewahrt, bleibt der Zivilisation gegenüber skeptisch. Erst im hohen Alter lernte der Spanier das Lesen und Schreiben. Seine naturbesonnene Vergangenheit ließ ihn dabei nie ganz los.

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Avatar KingLamer
KingLamer
#1 | 06. Jun 2012, 10:58
sowas schaue ich mir doch gerne an.
a propos, digitaltechnik: ich habe mir letztens "the hunter" angesehen und der ist zum glück auch ohne jegliche sfx gedreht. leider viel zu selten geworden...
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Avatar DerBaerenjude
DerBaerenjude
#2 | 06. Jun 2012, 11:06
Schön das hier auch solche Filme beleuchtet werden, aber viele werden wahrscheinlich nichtmal den Titel lesen :(
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Avatar fallen_phoenix
fallen_phoenix
#3 | 06. Jun 2012, 11:10
Der Film erinnert mich irgendwie an Into To The Wild
War auch ein grandioser Film ohne übertriebene Effekte.

Ich freu mich drauf und danke für den Hinweis auf dieses Kleinod
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Avatar Siraya
Siraya
#4 | 06. Jun 2012, 13:11
Das klingt doch wirklich mal interessant.
Danke, dass ihr diesen Film an Stelle von StreetDance 2 vorgestellt habt! ;)
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Avatar Zumbi_dd
Zumbi_dd
#5 | 06. Jun 2012, 13:39
Statt den meist stumpfsinnigen Hollywood-Blockbustern könnt ihr ruhig öfters solche Geheimtipps vorstellen. Aber vermutlich würde das die Zielgruppe stark einschränken.
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Avatar minuteman
minuteman
#6 | 06. Jun 2012, 17:47
na da schau ich doch lieber Lassie
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