Artikel

Die Artikel-Übersicht auf GameStar.de mit Previews, Hintergrund-Berichten, Reports, Kolumnen, Interviews, Kinofilm-Kritiken und mehr.
Seite 1 2

Filmkritik zu Rock of Ages

80er-Kultsongs im Comedy-Gewand

Tom Cruise haut in der Hollywood-Adaption des Broadway Musicals Rock of Ages nicht nur voll in die Saiten, sondern ist auch noch herrlich skurril. Was den Kinogang sonst noch rechtfertigt, sagt unsere Filmkritik.

Von Anne Facompre |

Datum: 14.06.2012


Zum Thema » Filmkritiken auf Gamestar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Da ist er, der geschniegelte Tom Cruise mit dem stets sitzenden Haar, wieder auf der großen Leinwand. Aber Moment mal: Der sieht ja ganz anders aus. Vollkommen untypisch gibt sich der Hollywoodstar in der Kinoadaption des Broadway-Musicals Rock of Ages. Da erscheint er doch glatt mit Rockermähne, Augen-Make-Up, Tattoos und schwarzen Fingernägeln auf der Leinwand. Kann das was werden? Die Antwort kommt überraschend: Ja, es kann.

Mit einer komplett vorhersehbaren Story, teilweise nur mittelmäßiger Schauspielleistung, vielen unbekannten Gesichtern aber dafür einer überaus gelungenen Darbietung kultiger 80er-Jahre-Rocksongs könnte Rock of Ages ein erfrischend leichter Film für den Kinosommer 2012 werden.

Die Story

Wir schreiben 1987. Landei Sherrie (Julianne Hough) aus Oklahoma kommt mit dem Greyhound-Bus in LA an. Dabei hat sie kaum mehr als ihre Sammlung an Rockplatten, die ihr auf dem Sunset Boulevard sogleich geklaut wird. Mit großen Träumen ist die Blondine nach LA gekommen. Im Musikbusiness will sie es schaffen. Da kommt es ihr natürlich nicht ungelegen, dass der ebenfalls musikalisch ambitionierte Drew (Diego Boneta) sie sofort seinem Chef Dennis (Alec Baldwin) vorstellt und ihr dadurch auch noch einen Job im Bourbon Room besorgt. Dieser ist nämlich der angesagteste Club der Stadt, hier stehen die ganz Großen auf der Bühne.

Sherrie und Drew sind von Anfang an Feuer und Flamme füreinander und prompt kommt auch noch Drews große Chance. Er und seine Band sollen als Opening Act für die Rockband Arsenal auftreten, die im Bourbon Room ihren letzten Auftritt zelebrieren wollen. Allen voran Leadsinger Stacee Jaxx (Tom Cruise), dessen Anwesenheit für ein volles Haus sorgen soll.

Währenddessen protestiert die Frau des Bürgermeisters (Catherine Zeta-Jones) mit ihren Anhängern lautstark gegen die Machenschaften der Rockstars, weil sie einen schlechten Einfluss auf die Jugend haben sollen.

Rock of Ages
Alec Baldwin und Russel Brand verstehen es, einmal so richtig abzurocken.

Kitsch, Cruise und Rock'n Roll

Rock of Ages fängt so kitschig an, dass man einen leichten Drang verspürt, das Kino nach wenigen Minuten schon wieder zu verlassen. Da sitzt die blonde Sherry mit ihrem Köfferchen im Cross-Country-Bus nach LA und fängt urplötzlich an, von ihren Träumen zu singen. Als die anderen Passagiere und der Busfahrer dann auch noch einstimmen, ist das Desaster perfekt. Gelacht wird hier mehr aus Scham als aus Vergnügen. Überraschenderweise kriegt Regisseur Adam Shankman aber doch noch die Kurve und nach der ersten halben Stunde hat man sich eingefunden und kann sich der Show getrost erfreuen. Allen voran retten Tom Cruise jedoch den Film.

Wer hätte das gedacht? Der Hollywoodstar macht sich richtig gut als versoffener Altrocker. Dass er hierbei den gesamten Film über mit freiem Oberkörper herumläuft und seine gestählte Brust zur Schau trägt, ignorieren wir mal gekonnt. Der Schlüssel zum Erfolg? Selbstironie. Obwohl sich der ganze Film nicht so furchtbar ernst nimmt, kommt dies erst mit Stacee Jaxx so richtig zur Geltung. Tom Cruise meistert die Performance perfekt. Hier wird zwar nicht in Slaptstick abgedriftet, aber der Rockstar ist konsequent komisch. Wenn er dann auch noch Bon Jovis ›Wanted Dead or Alive‹ und weitere 80er Jahre Rockhymnen raushaut, fängt man nicht nur unverhofft mit dem musikalischen Mitwippen an, er darf auch herzhaft gelacht werden.

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 1
Seite 2
Diesen Artikel:   Kommentieren (16) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar AgentDynamic
AgentDynamic
#1 | 14. Jun 2012, 17:30
Alleine wegen Tom "Scientology-Gesicht" Cruise würde ich nicht ins Kino gehen, allenfalls warten, bis der in der Flimmerkiste gezeigt wird.
Arrogant, größenwahnsinnig und talentbefreit wie er ist, ist er die Fehlbesetzung schlecht hin.
Es hätte sicher den ein oder anderen richtigen Sänger gegeben, der sich damit auch gerne selbst auf die Schippe genommen hätte.
rate (12)  |  rate (18)
Avatar clinteastwood
clinteastwood
#2 | 14. Jun 2012, 17:38
Warum bringt Gamestar immer wieder solche Trash Filmrezensionen? Das hier sollte zumindest etwas mit PC Videospielen und deren Franchises zu tun haben. Oder wenigstens intelligente Art House Filme wo sich das lesen lohnt....
rate (4)  |  rate (13)
Avatar zelgi
zelgi
#3 | 14. Jun 2012, 17:43
Zitat von clinteastwood:
Warum bringt Gamestar immer wieder solche Trash Filmrezensionen? Das hier sollte zumindest etwas mit PC Videospielen und deren Franchises zu tun haben. Oder wenigstens intelligente Art House Filme wo sich das lesen lohnt....


Es gibt auch Musikspiele für den PC! ;)
rate (4)  |  rate (1)
Avatar b0^
b0^
#4 | 14. Jun 2012, 19:59
wie ich solche musical filme hasse :D
rate (6)  |  rate (6)
Avatar Fraggless
Fraggless
#5 | 14. Jun 2012, 20:40
Zitat von AgentDynamic:
Alleine wegen Tom "Scientology-Gesicht" Cruise würde ich nicht ins Kino gehen, allenfalls warten, bis der in der Flimmerkiste gezeigt wird.
Arrogant, größenwahnsinnig und talentbefreit wie er ist, ist er die Fehlbesetzung schlecht hin.
Es hätte sicher den ein oder anderen richtigen Sänger gegeben, der sich damit auch gerne selbst auf die Schippe genommen hätte.



Tom Cruise mag vielleicht arrogant und größenwahnsinnig sein.
Schon möglich.
Ihn aber als talentfrei zu bezeichnen halte ich nach Filmen wie "Geboren am 4. Juli", "Outsiders", "Die Firma" und "Last Samurai" für ziemlich gewagt.
Genauso schwachsinnig ist imho die Einstellung, einen Film partout zu meiden, nur weil einem die persönliche Gesinnung der Darsteller nicht zusagt.
Der Kerl ist in erster Linie Schauspieler und wenn er da vernünftige Leistungen bringt, schau ich mir auch die Filme an.
Dann müsste man ja Schauspieler wie Mel Gibson oder John Travolta genauso verteufeln wie Tom Cruise.
rate (21)  |  rate (1)
Avatar kranky90
kranky90
#6 | 14. Jun 2012, 22:47
An alle: Tom Cruise ist als Schauspieler große Klasse!!!

Filme wie "Collateral, Last Samurai, Mission Impossible" sollten Beweis genug sein ;)
rate (4)  |  rate (7)
Avatar Multiplattformer72
Multiplattformer72
#7 | 15. Jun 2012, 01:23
Zitat von Artikel:
Da ist er, der geschniegelte Tom Cruise mit dem stets sitzenden Haar, wieder auf der großen Leinwand. Aber Moment mal: Der sieht ja ganz anders aus. Vollkommen untypisch gibt sich der Hollywoodstar in der Kinoadaption des Broadway-Musicals Rock of Ages. Da erscheint er doch glatt mit Rockermähne, Augen-Make-Up, Tattoos und schwarzen Fingernägeln auf der Leinwand. Kann das was werden? Die Antwort kommt überraschend: Ja, es kann.


Nach seiner absolut genialen Performance in "Tropic Thunder" kommt die Antwort (für mich) nicht mehr so überraschend.

Wer den Streifen noch nicht kennt - unbedingt ansehen!
rate (4)  |  rate (0)
Avatar Tasarion
Tasarion
#8 | 15. Jun 2012, 08:07
Zitat von AgentDynamic:
Alleine wegen Tom "Scientology-Gesicht" Cruise würde ich nicht ins Kino gehen, allenfalls warten, bis der in der Flimmerkiste gezeigt wird.
Arrogant, größenwahnsinnig und talentbefreit wie er ist, ist er die Fehlbesetzung schlecht hin.
Es hätte sicher den ein oder anderen richtigen Sänger gegeben, der sich damit auch gerne selbst auf die Schippe genommen hätte.



Filme mit Tom Cruise nicht sehen wollen aber ihn trotzdem als talentbefreit zu bezeichnen, ist zumindest gewagt. In Rock of Ages ist er die perfekte Besetzung!
Überhaupt fand ich den Film sehr gut. Wenn man erstmal den in der Tat kitschigen Einstieg überstanden hat, kann man sehr viel Spaß mit dem Film haben - erst Recht, wenn man die Songs von damals mag.
rate (1)  |  rate (0)
Avatar KingLamer
KingLamer
#9 | 15. Jun 2012, 08:18
vielleicht sollte man dem fazit hinzufügen, dass man besser etwas älter als 30 sein sollte, um diesen film zu geniessen. nur wer die damalige rockszene etwas kennt (konzerte, mtv, rockmagazine), versteht den witz wohl gänzlich.
für mich wird das ein lacher.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar XKL1
XKL1
#10 | 15. Jun 2012, 09:23
Einige hier sind so lächerlich!

Oh nein ich mag seine religiöse Überzeugung nicht .... o.O

Ob Sekte, Kirche, ...eh alles das selbe. Volksverdummung und Geld, um mehr gehts nicht.

Was hat die religiöse Einstellung eines Menschen damit zu tun ob ich ins Kino gehe?

Ihr seids echte Helden...
rate (6)  |  rate (1)

PROMOTION
 
Sie sind hier: GameStar > Artikel > Filmkritiken > Rock of Ages
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten