Zum Thema » Kino-Trailer zum Film Szenen aus Das Bourne Vermächtnis » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Jeremy Renner tritt als Bourne Nachfolger ein schweres Erbe an. Denn mit den ersten drei Filmen hat Das Bourne Vermächtnis nicht mehr wirklich viel gemein. Bösen Zungen mögen gar behaupten, dass man lediglich den Namen bis aufs Letzte ausschlachten will. Doch der Film ist überraschend spannend und Story-technisch reichhaltig. So werden Bourne-Fans ihren Hauptdarsteller zwar vermissen, dürften den Action-reichen Nachfolger aber dennoch zu schätzen wissen.

Die Story

Jason Bournes Schritt an die Öffentlichkeit hatte weitreichende Folgen. Und das nicht nur für das Treadstone-Programm. Durch den Wirbel, den der Bourne-Skandal verursacht hat, sieht sich die CIA gezwungen, auch das Nachfolgerprogramm Operation Outcome fürs Erste auf Eis zu legen. Hier wurde mit pharmazeutischer Hilfe daran gearbeitet, immer bessere Kämpfer und Spione zu entwickeln.

Aaron Cross (Jeremy Renner) ist ein solcher Agent der nächsten Generation. Aber nach dem öffentlichen Bekanntwerden Bournes stellen er und die anderen sechs Agenten aus seinem Programm eine Bedrohung für die CIA dar. Outcome-Agenten wurden zu Verteidigungszwecken ausgebildet, aber das Programm hat den gleichen Ursprung wie Treadstone. Nun müssen die Outcome-Agenten verschwinden, zu groß ist das Risiko. Dies bedeutet, dass nicht nur die sechs Agenten eliminiert werden müssen, sondern außerdem auch alle Wissenschaftler, die von dem Programm auch nur im Entferntesten wissen und etwas an die Öffentlichkeit geraten lassen könnten.

Das Bourne Vermächtnis
Sollte sich hier etwa eine Romanze anbahnen?

Dr. Marta Sehring (Rachel Weisz) hat an der Entwicklung der Medikamente mitgearbeitet und entkommt nur knapp der Säuberungsaktion an den beteiligten Wissenschaftlern. Überfordert von der Situation trifft sie auf Aaron Cross, der bereits weiß, dass Jagd auf ihn gemacht wird. Bald sind die beiden gemeinsam auf der Flucht vor der CIA.

Nur der Name bleibt

Nach drei erfolgreichen Bourne Filmen sah Regisseur Paul Greengrass die Geschichte rund um seinen Helden als auserzählt. Außerdem werden ihm und Drehbuchautor Tony Gilroy Streitereien nachgesagt, die dazu führten, dass Greengrass sich gänzlich von dem Projekt verabschiedete. Auch Matt Damon konnte sich offenbar nicht für ein weiteres Sequel begeistern und taucht so kein einziges Mal im Bourne Vermächtnis auf.

Gilroys Film ist zwar kein Relaunch der Serie, legt aber den Grundbaustein für eventuelle weitere Filme rund um Aaron Cross und verabschiedet sich von Jason Bourne. Denn von dem ist wirklich nur der Name geblieben. An sich fungiert der Film als gänzlich eigene Story und kann auch ohne weiteres ohne Vorkenntnisse geschaut werden. Trotzdem werden die Twists der ersten drei Teile kaum verraten.

Es gab einmal einen Jason Bourne, der Teil eines geheimen CIA Programms war. Dieses lief aus dem Ruder und durch das Bekanntwerden des Skandals sind nun alle Folgeprogramme in Gefahr. Damit weiß man eigentlich schon alles an Vorgeschichte, was für Das Bourne Vermächtnis von Bedeutung ist. Trotzdem ist es natürlich der Name, der den Kinogänger aufhorchen lässt. Auch wenn die Geschichte theoretisch als eigenständiger Film funktioniert hätte, holt man sich so eben die Zuschauer ran.

Der Fairness halber sei aber gesagt, dass Tony Gilroy sich das Sequel nicht einfach aus den Fingern gesogen hat. Wie auch die Vorgänger, basiert die Geschichte auf den Büchern der Bourne Reihe, die von Robert Ludlum erfunden und dann von Eric Van Lustbader weitererzählt wurde. Und da gibt es noch ganze sechs weitere Bücher, die wohl alle noch Filmstoff liefern könnten.