Zum Thema » Kino-Trailer zum Film Szenen aus Looper » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen Was macht Rian Johnsons Kinofilm Looper so unglaublich sehenswert? Da wäre die clevere Story und die überzeugende Performance von Schauspielern wie Bruce Willis und Joseph Gordon-Levitt. Das wahre Geheimnis von Looper liegt aber in der gelungenen Kombination aus Spannung, Action, Sci-Fi und Drama. So ausgewogen wie in diesem Film findet man diese Elemente selten kombiniert. Hier kommen nicht nur Sci-Fi-Fans auf ihre Kosten sondern jeder, der gutes Kino schätzt.

Die Story

Wir schreiben das Jahr 2047: Joe (Joseph Gordon-Levitt) verdient sein Geld als Looper. Das sind Auftragskiller, die per Zeitreise aus den 2070er Jahren zurückgekehrte Menschen töten. In Joes Gegenwart werden Zeitreisen gerade noch erfunden, 30 Jahre später sind sie verboten und werden nur noch im Geheimen durchgeführt. Genutzt werden sie vor allem von Verbrecherorganisationen. Denn indem sie ihre Opfer in der Vergangenheit hinrichten lassen, müssen sie sich nicht um die Entsorgung der Leichen kümmern.

Joe und die anderen Looper verdienen mit ihrem äußerst zwielichtigen Job eine Menge Geld und stellen keine Fragen. Es kommt allerdings auch mal vor, dass der Looper sich selbst gegenübersteht, also seine eigenes, 30 Jahre älteres, Ich töten soll. Den »Loop schließen« nennt man das. Wer hier versagt, dem blüht Böses, denn das sieht der Auftraggeber gar nicht gerne.

Looper
Joe (Bruce Willis) muss in der Vergangenheit versuchen, seine Zukunft zu retten.

Und eines Tages ist es soweit: Joe blickt seinem gealterten Ich (Bruce Willis) in die Augen, zögert eine Sekunde und schon ist es passiert: Während er noch gar nicht richtig weiß, wie ihm geschieht, ist seine futuristische Version schon auf der Flucht. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt...

Simpel, aber spektakulär

Darüber, wie genau Zeitreisen in seinem Film funktionieren, will Regisseur Rian Johnson wohl gar nicht allzu viele Worte verlieren. »Du erwartest doch jetzt nicht, dass ich dir erkläre, wie Zeitreisen laufen«, sagt Willis-Joe zu seinem jüngeren Gegenüber. Das ist vielleicht auch gut so, denn wer zuviel darüber nachdenkt, dem dreht sich der Kopf. Und so lässt Johnson große Erklärungsversuche aus, nimmt sich aber trotzdem eine gute halbe Stunde Zeit, sein Universum vorzustellen. Erläutert werden kleine Details. Zum Beispiel dass Verletzungen, die dem jungen Joe zugefügt werden, auch bei seinem älteren Ich Narben hinterlassen.

Ziel des zurückgereisten Joes ist, seine eigene Hinrichtung und die seiner Frau zu verhindern. In der Zukunft wird diese von dem »Regenmacher« veranlasst, einem überaus mächtigen und reichlihc zwielichtigen Mann. Also möchte Willis-Joe den Gegner am besten noch im Jahre 2047 ausschalten, damit dieser gar nicht erst an die Macht kommt.

Das erinnert erstmal ein bisschen an Terminator, aber vergleichen lassen sich die beiden Filme dennoch kaum. Und dass Johnson sich ein paar Ideen von einschlägigen Vorgängern wie Blade Runner, Terminator oder 12 Monkeys borgt, sei ihm verziehen. Denn Looper strotzt trotzdem nur so vor Originalität und funktioniert wunderbar als eigener Film.