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Filmkritik zu Cloud Atlas

Zwischen Innovation und Langeweile

Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister haben den Erfolgsroman Cloud Atlas verfilmt und große Stars mit an Bord. Warum der 100 Millionen Dollar teure Streife trotzdem nicht für jeden gemacht ist, verrät unsere Filmkritik.

Von Anne Facompre |

Datum: 17.11.2012


Zum Thema » Filmkritiken auf GameStar.de Unser Kanal zu aktuellen Kinofilmen » Interviews zu Cloud Atlas Tom Hanks, Halle Berry & die Regisseure Andy und Lana Wachowski kennt man vor allem als Macher der Matrix Trilogie. Tom Tykwer ist seit 'Lola Rennt' einer von Deutschlands größten Regisseuren und Tom Hanks und Halle Berry kennt sowieso jeder. Mit so vielen großen Namen verspricht Cloud Atlas ein ziemlich großes Ding zu werden. Trotzdem spaltet die Großproduktion die Gemüter. Die einen finden's top, andere Kritiken lamentieren über die Langweile des Films. Das ist eigentlich immer so. Aber bei 100 Millionen Dollar Produktionskosten wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, einen etwas zugänglicheren Film zu schaffen.

Die Story

Sechs Schicksale, die Jahrhunderte voneinander trennen, welche aber dennoch miteinander verbunden sind. Das ist die Geschichte von Cloud Atlas. Im Jahr 1849 lernt ein amerikanischer Anwalt (Jim Sturgess) das Grauen des Slavenhandels kennen und beginnt, seine komplette Weltansicht in Frage zu stellen. 1936 versucht ein junger Komponist (Ben Wishaw), groß herauszukommen. In den 1970er Jahren deckt eine Journalistin (Halle Berry) einen Atomskandal auf und legt sich mit dem Chef eines Kernkraftwerkes (Hugh Grant) an. In der heutigen Gegenwart, im Jahre 2012, lernt ein alternder Verleger (Jim Broadbent) in einem Altersheim, was Freiheit bedeutet.

Cloud Atlas
Tom Tykwer und Andy und Lana Wachowski schrieben das Drehbuch gemeinsam und führten dann auch zusammen Regie.

In der Zukunft, im Jahr 2144, wird von einer geklonten Kellnerin (Donna Bae) eine Revolution angezettelt, die alles verändern wird. Und 2346 lebt ein Mann (Tom Hanks) in einer postapokalyptischen Welt und muss um sein Überleben kämpfen.

Ein schönes Durcheinander

Die vielen miteinander verwobenen Geschichten machen Cloud Atlas aus. Leider machen sie den Film aber auch zu komplex. Selbst bei einer Lauflänge von fast drei Stunden wirkt es, als hätte man einfach zuviel hineingequetscht.

In den USA wurden bereits Stimmen laut, die sagten, dass man das Material vielleicht lieber für eine TV Serie hätte verwenden sollen, um der Komplexität der einzelnen Geschichten gerecht zu werden. Hat man aber nicht. Und nun kommt ein überlanger Film in die Kinos, der einige Zuschauer sicher frustrieren wird.

Die Verbindungen zwischen den einzelnen Episoden sind nicht immer leicht ersichtlich. Der Film liefert so viele Informationen, dass ein entspanntes Zuschauen nicht wirklich möglich ist. Das ist schade, denn die Bilder, die über die Leinwand flimmern, sind schön inszeniert und gewaltig. Eine optische Großproduktion, bei der das Herz eines jeden Kinofans höher schlagen dürfte.

Doch die vielen Erzählstränge und das ständige hin und her springen (anders als in der Buchvorlage) zwischen den Epochen verlangen nach steter Aufmerksamkeit. Für den Filmliebhaber, der bereit ist, sich darauf einzulassen, ist Cloud Atlas sicher was ganz Großes. Der Gelegenheitskinogänger könnte aber schnell frustriert aufgeben, denn entspannte Unterhaltung sieht ganz sicher anders aus.

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Avatar Disascho
Disascho
#1 | 17. Nov 2012, 18:22
jetzt wird auch noch bemängelt wenn filme zu anspruchsvoll sind ...

nicht dass, das demnächst bei spielen hier auch noch zu wertungsabzügen führt, wenn sie nicht casual bzw COD genug sind xD
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Avatar Hypnotize
Hypnotize
#2 | 17. Nov 2012, 18:22
"Sanftes Berieseln sieht anders aus."

Der Film will wohl auch nicht "berieseln", dafür sind anspruchslose Filme wie Transformers da.

Langweilig soll er also sein, weil man mitdenken und aufpassen muss? Was für ein Blödsinn...

Von Tywker bin ich jedoch nicht so überzeugt, "Lola Rennt" hab ich nach 30 Minuten aufgehört, da er mir einfach zu bescheuert war.
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Avatar Mania7
Mania7
#3 | 17. Nov 2012, 18:33
Stimme meinen Vorrednern voll und ganz zu! Wenn man einen entspannenden Film anschauen will, dann geht man eben in so einen (gibts ja heutzutage genügend)... Blos weil der Film etwas anspruchsvoller ist, soll er also langweilig sein?
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Avatar Vegorion
Vegorion
#4 | 17. Nov 2012, 18:39
zu anspruchsvoll und zu lang?

also wirklich das sind Kritiken, die ich bei anderen Filmen hatte...

Endlich mal ein Film wo man etwas nachdenken muss und sich dabei konzentrieren muss in zu schauen...

also wenn jemand sagt etwas sei zu anspruchsvoll, vor allem ein Film, den kann ich nur bedauern...
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Avatar Slayer802
Slayer802
#5 | 17. Nov 2012, 18:41
naja, in einer medienwelt, die mehr entertained und berieselt als informiert und wissen schafft, ist es doch klar, dass blockbuster mit anspruch zerrissen werden.
mal sehn ob ich mir den film mal anschau, denke das ist wieder einer, auf den man wirklich lust haben muss :)
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Avatar Herms
Herms
#6 | 17. Nov 2012, 18:41
Macht nicht ein Kinobesuch außerdem genau die Bereitschaft aus, sich eine bestimmte Zeit lang genau auf eine Story einzulassen und in eine fremde Welt einzutauchen? Dass Cloud Atlas wohl langatmig sein könnte, will hiermit keiner bestreiten, nur gehört dieser Kritikpunkt von einer gehaltvolleren Argumentation, als der, dass man auch aufpassen sollte, ohne mal wieder in geistigen Tiefschlaf zu verfallen, untermalt werden.
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Avatar nenmewin
nenmewin
#7 | 17. Nov 2012, 18:44
Mir hat der Film sehr gut gefallen.

Ich bin ohne jegliche Vorkenntnisse in diesen Film gegangen und hab erst im Kino erfahren, dass er an die 3 h Spielzeit hat und ich muss sagen - es hat mich nicht gestört.

Man darf auf keine ethische Tiefgründigkeit hoffen, sondern erlebt dort Kunst in bewegten Bildern. Die Erzählweise, die Bilder, das Setting, die Übergänge, die Kostüme - man erwischt sich quasi selbst wie man nebenbei 3 Stunden Versucht jeden Schauspieler, in jeder seiner vielzähligen Rollen wiederzuerkennen.

Die ständigen Wechsel der Epochen stört eher weniger, da jede dieser Eposchen eigene Orte oder Architekturen bzw. jede seinen individuellen Hauptcharakter besitz , was bedeutet, man muss die ersten 15 min nur genau hinschauen. Und hinschauen macht in diesem Fall besonders viel Spaß.

Und ja man hätte Storymäßig NOCH mehr daraus machen können, aber auch so ist es ein sehr guter Film
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Avatar haudidadude
haudidadude
#8 | 17. Nov 2012, 18:49
Ist euch so ein Fazit nicht peinlich? Gibt es eine direktere Methode die eignen Leser für potentiell debil zu erklären?
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Avatar Hypnotize
Hypnotize
#9 | 17. Nov 2012, 18:53
Zitat von haudidadude:
Ist euch so ein Fazit nicht peinlich? Gibt es eine direktere Methode die eignen Leser für potentiell debil zu erklären?


Leider sind die meisten Leser hier debil. Anders könnte ich mir hier viele Kommentare nicht erklären.

Man spricht eben die Mehrheit an und diese ist, so blöd wie es klingen mag, dumm.

Action, nackte Haut, viele Explosionen und eine Handlung die man in einem Wort zusammenfassen kann, jenes wollen "alle".
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Avatar haudidadude
haudidadude
#10 | 17. Nov 2012, 18:58
Zitat von Hypnotize:


Leider sind die meisten Leser hier debil. Anders könnte ich mir hier viele Kommentare nicht erklären.

Man spricht eben die Mehrheit an und diese ist, so blöd wie es klingen mag, dumm.

Action, nackte Haut, viele Explosionen und eine Handlung die man in einem Wort zusammenfassen kann, jenes wollen "alle".


Na man hätte es wenigstens etwas subtiler Ausdrücken können. Der Debile soll schließlich nicht merken für debil gehalten zu werden. ;)
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