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Filmkritik zu Sinister | Seite 2

Gruseliger Etikettenschwindel

Vom Albtraum zum Horrorfilm

Im Interview erzählt Scott Derrickson uns, dass die Idee zu Sinister gar nicht von ihm selbst kam. Ganz im Gegenteil: Sein Freund C. Robert Cargill, seinerseits amerikanischer Filmkritiker, hatte da quasi eine Vision. Nachdem er The Ring in einer Nachmittagsvorstellung gesehen und sich auf ein Nickerchen hingelegt hatte, träumte er von einer mysteriösen Kiste mit Gruselfilmen, die er auf seinem Dachboden fand. Und schon war die Idee zum Film geboren. Gemeinsam entwickelten die beiden die Geschichte weiter und schrieben das Script zusammen.

Kill the Boss 2 (27. November 2014)
In der Fortsetzung der Komödie Kill the Boss haben die drei Freunde die Nase von Chefs für immer voll. Sie wollen lieber ihr eigenes Unternehmen gründen – und geraten dabei an einen skrupellosen Investor (Christoph Waltz). Verzweifelt wollen sie daraufhin dessen Sohn entführen und Lösegeld erpressen. Im chaotischen Trip begegnen sie alten Bekannten wie der sexbesessenen Zahnärztin Dr. Julia Harris (Jennifer Aniston) und Ekel-Chef Dave (Kevin Spacey).

Derrickson ging es von Anfang an vor allem um das Gefühl der Angst und nicht um eine Vielzahl brutaler Bilder. Das merkt man beim Zuschauen sofort. Blut fließt, Gemetzel gibt es, aber es dominiert die schaurige Erwartungshaltung. Die stete Anspannung in Erwartung von Schreckmomenten. Das Ganze als »Angst« zu bezeichnen, geht vielleicht ein bisschen weit, denn Genrekenner sind ja nun schon einiges gewohnt. Aber wenn Derrickson sagt, dass er die Art von Angst, die solche Filme hervorrufen, als gesund ansieht, regt er einen interessanten Gedanken an. Wen's interessiert: mehr dazu erzählt er in unserem Interview.

Konventionell aber originell

Klar, was Scott Derrickson liefert, ist nicht wirklich neu. Und als echter Horrorfan gibt der Regisseur auch nur zu gerne zu, dass er sich von einschlägigen Genre-Klassikern inspirieren ließ. Da wundert es nicht, dass in vielen Kritiken Ähnlichkeiten mit The Shining aufgeführt werden.

Trotz vieler konventioneller Stilmittel wirkt Sinister aber erstaunlich frisch und originell. Die Wendungen im Film überraschen bestimmt nicht jeden Kinogänger und Genre-affine Zuschauer sehen vieles sicherlich schon kommen. Und geben wir's zu: bei Horrorfilmen ist das natürlich so eine Sache. Grundlegend Neues aufzuzeigen ist schon fast unmöglich. Das kann dann auch ein bisschen kläglich aussehen, wie bei dem vor zwei Wochen gestarteten Possession.

Da ist es dann umso erfreulicher, dass man sich bei Sinister wirklich gruseln kann, auch wenn die ganz großen Überraschungen vielleicht ausbleiben.

Fazit

Anne Facompre: Sinister profitiert von Altbewährtem ohne sich darauf zu beschränken. Regisseur Derrickson liefert eine finstere Atmosphäre, ein paar nette Schreckmomente und einen Hauptdarsteller, dem seine Rolle wie auf den Leib geschrieben scheint. Dadurch konzentriert man sich auch weniger auf die Nebenfiguren, sondern bleibt stets bei Ellison und durchlebt mit ihm seine Ängste. Das sitzt. Im direkten Vergleich mit anderen großen Horrorfilmen des Jahres 2012, wie Possession oder Chernobyl Diaries schneidet Sinister gut ab.

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Avatar itisalive
itisalive
#1 | 22. Nov 2012, 14:34
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar b0^
b0^
#2 | 22. Nov 2012, 14:47
ethan hawke ,geiler Schauspieler :>. Mal schauen,was der Film taugt
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Avatar Killergamesplaya
Killergamesplaya
#3 | 22. Nov 2012, 15:03
der trailer sieht spannend aus
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Avatar Boncha
Boncha
#4 | 22. Nov 2012, 15:31
Der Film war geil.
Man zweifelt zwar zwischendurch, aber im Ganzen toller Horrorfilm
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Avatar Raging Bull
Raging Bull
#5 | 22. Nov 2012, 16:38
Auf dem ersten Bild sieht Hawke aus wie Gordon Freeman.

Schön wenns wieder mehr Gruselfilme gibt die Spannung ohne jegliche Splattereffekte erzeugen können, wie z. B. "Die Frau in Schwarz".
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Avatar Inexistiem
Inexistiem
#6 | 22. Nov 2012, 20:23
Hm, mich hat der Film nicht wirklich überzeugt.

Er ist, ohne Zweifel, gruselig, weil atmosphärisch, die Hauptfiguren werden gut genug gezeichnet und gespielt um interessant zu sein und die Videoclips sind teils richtig übel.

Aber vor allem Ellison stellt sich größtenteils so offensichtlich dumm an: Bloß nicht das Licht anschalten. Verdächtige Vorgänge im Haus? Sich fürchten ja, aber bloß keine Konsequenzen ziehen.

Und leider hat man auch als Zuschauer viel zu schnell erraten worauf es hinausläuft und ab da an gibts auch kaum noch eine Überraschung. Hier wäre es wohl besser gewesen, eine nicht-übernatürliche Ursache möglich zu halten, doch im Gegensatz zu Ellison weiß man schon sehr früh, das dem nicht so ist.

Ein solider Horrorfilm? Durchaus, aber nicht annährend so gut oder orginell wie mancherorts behauptet wird.
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Avatar Mercedes-Freak
Mercedes-Freak
#7 | 22. Nov 2012, 21:50
Zitat von Raging Bull:

Schön wenns wieder mehr Gruselfilme gibt die Spannung ohne jegliche Splattereffekte erzeugen können, wie z. B. "Die Frau in Schwarz".


In diesem Falle kann ich dir "Insidious" besonders ans Herz legen! Er ist nämlich ein perfektes Beispiel dafür!
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Avatar dwagner
dwagner
#8 | 22. Nov 2012, 22:21
Zitat von Raging Bull:
Auf dem ersten Bild sieht Hawke aus wie Gordon Freeman.

Schön wenns wieder mehr Gruselfilme gibt die Spannung ohne jegliche Splattereffekte erzeugen können, wie z. B. "Die Frau in Schwarz".


herr miten HL1-2 fliem !!!!
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Avatar El Repidente
El Repidente
#9 | 22. Nov 2012, 22:43
Filmkritiken haben hier zwar eh nix zu suchen aber geht das auch ohne Spoiler?
Ihr habt mir Lust auf den Film gemacht und sie mir gleich wieder genommen.
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Avatar trpin
trpin
#10 | 23. Nov 2012, 00:18
dieser monster typ sieht aus wie der joker :()
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