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Filmkritik zu Silent Hill: Revelation 3D | Seite 2

Im Trüben gefischt

Spiel und Schauspiel

Den Balance-Akt zwischen Treue zum Original und eigener Identität bekommt Silent Hill: Revelation 3D gut hin. Kenner des Spiels sollten keine Eins-zu-eins-Adaption von Silent Hill 3 erwarten, bekommen aber genug Wiedererkennbares. Stellenweise streuen die Filmmacher Spielezitate ein, entweder direkt aus der Vorlage oder allgemein aus dem Medium Video, beispielsweise beim »Bosskampf«. Trotzdem versteift sich Revelation nicht darauf, wie ein Film gewordenes Spiel wirken zu wollen.

Spiele als Filme
Lizenzgurken kennt jeder Spieler: zu fast jedem Blockbuster erscheint zeitnah eine mehr oder weniger gelungene Spielumsetzung. Verfilmungen von bekannten und beliebten Spieleserien sind die andere Seite des gleichen Phänomens – die Qualität der daraus entstandenen Produkte ähnelt sich jedoch recht häufig. Wir zeigen die bekanntesten Spieleverfilmungen von der Geschichte Marios bis zu den berühmt-berüchtigten Boll-Filmen.

Dabei ist Adelaide Clemens in der Rolle der Heather/Sharon durchaus passend besetzt und erinnert auch bei ihrer Kleidung an die Heldin des dritten Spiels. Schauspielerische Meisterleistungen sollte man allerdings nicht erwarten - weder von ihr noch vom Rest der durchaus namhaften Besetzung. Besonders Kit Harrington, bekannt als Jon Snow aus der TV-Serie Game of Thrones, bleibt viel zu blass. Die Auftritte von Sean Bean, Malcolm McDowell und besonders Carrie-Anne Moss sind entweder zu kurz oder schlicht einfallslos langweilig.

Ballett der Toten

Trotz vergleichsweise kleinem Budget von 20 Millionen US-Dollar sieht Silent Hill: Revelation nie billig aus. Im Gegenteil: Das Set-Design und die teils extrem skurrilen Figuren strotzen vor Details, auch an CGI-Effekten musste nicht sichtbar gespart werden. Besonders eine Marionetten-Spinne bleibt in Erinnerung. Trotzdem ist es ausgerechnet eine Szene, die ohne computergenerierte Effekte auskommt, die optisch am meisten beeindruckt: die Begegnung mit den blinden Messer-Krankenschwestern.

A Most Wanted Man (11. September 2014)
Ein tschetschenischer Flüchtling findet in Hamburg bei einer islamischen Gemeinschaft Unterschlupf. Doch Issa Karpov wird seiner Gastfamilie und den Behörden immer suspekter. Geheimagent Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman) ist der rätselhaften Person auf der Spur. Mit Daniel Brühl und Willem Dafoe und einer der letzten Filme mit Seymour Hoffman, der 2014 an einer Überdosis starb.

Wer Silent Hill kennt, kennt auch dessen Bewohner: Mehr Monster als Mensch - und doch erinnern einige wiedererkennbaren Elemente daran, was die Gestalten früher waren oder in unserer Dimension sind. Die blinden Krankenschwestern sind das beste Beispiel. Im Film tauchen die Gruseldamen in einer mörderisch-schönen Mini-Choreografie auf, die ein bisschen bedrohlich, aber mit der nötigen Selbstironie umgesetzt ist.

Fazit

Christian Schneider: Meine Erwartungen an Silent Hill: Revelation 3D waren nicht hoch. Stichwort: Spieleverfilmung. Und deshalb war dieser Film - besonders nach dem grottenschlechten Resident Evil: Retribution - eine positive Überraschung. Die zweite Silent-Hill-Verfilmung ist sicher kein Genre-Meilenstein aber solide Unterhaltung mit genug skurrilen Szenen und auf jeden Fall besser als alles, was die Spieleserie in den letzten Jahren auf uns losgelassen hat.

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Avatar Amphe
Amphe
#1 | 27. Nov 2012, 16:25
Keine Ahnung welchen Film die Herren "Kritiker" gesehen haben aber Revelation ist mmn eine der schlechtesten Spieleverfilmungen die es gibt.Ein miserabler Film voller Logiklöcher, Plotholes,schlechter Schauspieler,dümmlicher Dialoge,lächerlicher 3D-Effekte und einer Atmosphäre zum davonlaufen.Der erste Teil war noch relativ ansehnlich aber nach der Sichtung von Revelation wünschte ich mir ich hätte den Kinoabend mit Twilight verbracht!
Ich entschuldige mich schonmal dafür beinahe den gleiche Kommentar unter 2 Artikel zu setzen aber dieser Film ist Grottig und Enttäuschend,niemand sollte diese Kritik Ernst nehmen!Resident Evil ist ein Meisterwerk im Vergleich mit diesem Schund.

Edit. Und die ganzen roten Daumen kommen von Leuten die den Film noch nicht gesehen haben?
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Avatar Wilson
Wilson
#2 | 27. Nov 2012, 16:40
Zitat von Amphe:
niemand sollte diese Kritik Ernst nehmen!


Werde ich auch nicht. Genausowenig wie deine. :)

Ich werde mir, genauso wie in allen anderen Bereichen auch, eine eigene Meinung bilden.
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Avatar d3vnull
d3vnull
#3 | 27. Nov 2012, 16:44
Zitat von Amphe:
Resident Evil ist ein Meisterwerk im Vergleich mit diesem Schund.


...uuuund disqualifiziert. ;)
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Avatar Amphe
Amphe
#4 | 27. Nov 2012, 16:47
Musst du auch nicht,nur warne ich dich vor.Das Ding ist wie "Mitten im Leben" mit Monstern und Asche und wird Silent Hill in keinster Weise gerecht.Ich will ja nicht Spoilern aber wenn jemand Interesse hat: Mir schwirren noch fast alle der strunzdummen Dialoge und Handlungen vorm geistigen Auge rum.
Hab mich ungefähr so gefühlt wie beim sehen von : http://www.youtube.com/watch?v=F2fsQfC_PPw
Revelation war unfreiwillig echt komisch und das Publikum war nach den ersten 10 min drauf wie bei einer Komödie.
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Avatar blue_monkey
blue_monkey
#5 | 27. Nov 2012, 16:47
Ich werde mir den Film auf jeden Fall anschaun, aber sicherlich nicht aufgrund der Filmkritik von GameStar. (Was für alle weiteren Filme auch gilt) :)
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Avatar Feschpa-Willi
Feschpa-Willi
#6 | 27. Nov 2012, 17:32
interessant... alle anderen kritiken sagen wie schlecht der film ist^^
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Avatar Uli78
Uli78
#7 | 27. Nov 2012, 17:52
Würde mir den ja im Kino anschauen aber nur 3D bei uns und der Film ist mir keine 14 Euro wert...da warte ich genüsslich auf die BD, wird man sicher direkt zum release für 12,90 bekommen und wenn der dann nicht gefällt geht der halt wieder für nen 10er weg und gut ist...
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Avatar Pearson
Pearson
#8 | 27. Nov 2012, 18:05
Retribution hat immerhin noch 29% auf rotten
Revelations hat nur 6%
Hat Herr Schneider die Filme etwa vertauscht ?
zum vergleich: Uwe Bolls Alone in the Dark hat 1%.
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Avatar reap9r
reap9r
#9 | 27. Nov 2012, 18:25
Fand den Film im Vergleich zur Spieleserie und dem vorherigen Kinofilm einfach nur zum gruseln schlecht. Wurde für die Gamestar Kritik bezahlt oder haben die selbsternannten Filmkritiker hier einfach nur nen schlechten Geschmack?
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Avatar .wizinG
.wizinG
#10 | 27. Nov 2012, 18:32
Abseits von der Kritik an sich finde ich die Seitenhiebe gegen die Spiele etwas fehl am Platze, Homecoming war jetzt nicht unbedingt ein guter Titel, aber sicherlich kein Schund und The Room war damals (zum Release; auf der Xbox) imo ein sehr atmosphärischer Titel der mich gut unterhalten hat.
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